Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

28.9.16

Wer will eigentlich eine neue Katze?

Diese beiden wollen wirklich zusammen bleiben - Basti und Berti. www.agtiere.de


Eine komische Frage? Eine wichtige Frage. Denn oft wird eine neue Vierbeinern angeschafft, damit die bereits vorhandene Samtpfote Gesellschaft hat. Schließlich sind wir Menschen ja berufstätig und uns packt das schlechte Gewissen - weil unser armer Liebling so allein ist. Da wäre doch Gesellschaft ganz nett. Das ist menschlich gedacht und gut gemeint, geht aber oft schief.Ein geliebtes Tier ist verstorben und es bleibt eine riesige Lücke. Außerdem ist da ja noch der verlassene Katzenpartner - und damit der Gesellschaft hat, muss eben wieder eine Artgenossin her. Dann sucht und bemüht sich der Mensch und versucht alles richtig zu machen und holt eine neue Katze dazu. Und dann beginnt der Krieg auf kätzisch.
Also nochmal die Frage: Wer will hier eigentlich eine zweite Mieze? Wirklich die bereits vorhandene? Oder bemänteln wir nur unser schlechtes Gewissen? Wollen wir unseren Schmerz verdrängen, indem wir ein "Ersatzobjekt" anschaffen?  Haben wir uns wirklich in unsere Katze hineinversetzt oder haben wir einfach menschlich gedacht und entschieden?Woran erkennt man, dass eine Katze einen Artgenossen sucht? 
  • Kennt das Tier andere Katzen?
  • Hat es längere Zeit mit einer oder mehreren anderen freundschaftlich zusammen gelebt oder war das ein Nebeneinander?
  • Hat sich das Verhalten verändert? Unruhe, Appetitlosigkeit, Rückzug, Aggression, vermehrtes Vokalisieren?

Nein, nichts von alledem? Warum sollte dann die Katze Sehnsucht nach einer Artgenossin haben? Vielleicht ist sie froh, endlich ihr Reich alleine regieren zu können?

Hier ist gute Beobachtung gefragt und vor allem ist der Mensch gefordert, seine eigene Befindlichkeit zurück zu stellen. Denn nichts ist schlimmer, als zusammen zu zwingen, was nicht zusammen sein will. Vielleicht sind Katzen keine absoluten Einzelgänger. Aber sie sind eines ganz gewiss nicht: Geborene Rudeltiere. Sie können in der Gruppe glücklich sein - oder alleine. Jedes Individuum ist anders und hat es verdient, auch individuell beurteilt und angenommen zu werden. 

Spektrum der Wissenschaft: Wie Katzen die Welt sehen

Katzen wurden als Haustiere gezüchtet und leben schon seit langer Zeit in Gesellschaft des Menschen – man würde also erwarten, dass sie menschliche Signale in gewissem Ausmaß deuten können. Jeder Katzenbesitzer weiß allerdings, dass die Tiere nicht immer ganz so reaktionsfreudig sind, wie wir uns vielleicht wünschen.


Wie das zu erklären ist - unter anderem, zeigt ein hoch interessanter Artikel in dem Magazin Spektrum der Wissenschaft. Lesen lohnt allemal 


9.9.16

Wunder der Natur - im Gasometer Oberhausen



Eine ungewöhnliche Ausstellung braucht einen ungewöhnlichen Ausstellungsort. Oder umgekehrt? Hier haben sich beide getroffen und präsentieren dem Besucher ein Erlebnis, dass er nicht so schnell vergessen wird.

In der Dunkelheit des Gasometers leuchten die Fotografien von den Wundern der Erde wie Edelsteine. Und sie zeigen Dinge, vor denen der Mensch nur staunen kann. Und die uns, die wir uns doch für die Krone der Schöpfung halten, ins Nachdenken bringen sollten.

Einfach großartig ist die unter dem Dach des Gasometers schwebende Erdkugel, die jeden Besucher zum Astronauten macht. Der Besuch fordert in jedem Fall viel Zeit und wer sich Zuhause in Ruhe noch einmal alles anschauen möchte, für den lohnt sich der Bildband zur Ausstellung. Noch bis zum Ende des Jahres ist die Ausstellung zu sehen. Hier geht es zum Trailer 




7.9.16

Warum tut sie das?

Das ist nun auch schon wieder vier Jahre her: Das dritte von vier Büchern erschien, in dem es um das Thema Katzenverhalten ging. "Warum tut sie das?"

20.8.16

Spenden mit boost

Viele Tierschutzvereine müssen mit jedem Cent kämpfen. Denn die medizinische Versorgung und Pflege der Tiere kostet jährlich zigtausende. Das immer wieder aufzubringen, ist ein Balanceakt. Deshalb gibt es Projekte wie "boost". Das geht schell, einfach und bequem. Beim Online-Einkauf "boosten" kostet keinen Cent und hilft.

https://www.boost-project.com/de?invite=3f8a287ae058f9f1&tag=l_inv

18.8.16

VIER PFOTEN schließt „schlimmsten Zoo der Welt“

Gaza Zootiere aus Khan Younis bekommen neues Zuhause - Presseinformation von VIER PFOTEN

Hamburg, 18.8.2016 – Nach langen Verhandlungen gibt es endlich grünes Licht: Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN wird in einer Rettungsmission die 16 Zootiere aus dem Khan Younis Zoo im Gazastreifen befreien und sie in ein neues Zuhause überführen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, ein internationales Team aus Tierärzten und logistischer Unterstützung bereitet sich auf den Einsatz in den nächsten Tagen vor.
Dr. Amir Khalil,  Projektleiter und Tierarzt von VIER PFOTEN:
„Das Aus für den Zoo bedeutet ein neues Leben für Tiger Laziz und die anderen Tiere, die bisher in desolaten Käfigen dahin vegetieren und unter Mangel an Futter und medizinischer Versorgung leiden mussten.“
Die meisten Tiere, wie die Schildkröten, die Stachelschweine und der Emu, sollen einen Platz in der jordanischen Schutzstation „New Hope Centre“ bekommen. Die Station ist Teil der Organisation „Al Ma’wa for Nature and Wildlife“, die von VIER PFOTEN und der Princess Alia Foundation ins Leben gerufen wurde. Da dort derzeit kein freies Gehege für eine Großkatze zur Verfügung steht, hat Tiger Laziz eine etwas weitere Reise vor sich: Für ihn konnte ein Platz im VIER PFOTEN Großkatzenrefugium LIONSROCK in Südafrika organisiert werden, wo bereits über 100 andere Großkatzen aus schlechten Haltungsbedingungen ein neues Zuhause gefunden haben. Nach kurzer Zeit in einem Eingewöhnungsgehege wird Laziz ein 1 Hektar großes Gehege mit Grasfläche, Bäumen und Badeteich beziehen.
Dr. Khalil:
"Der schwierigste Teil steht uns noch bevor. Um die Tiere tatsächlich zu retten und in ihr neues Zuhause transferieren zu können, brauchen wir noch einmal die Unterstützung jedes Einzelnen."
Der „Biss in die saure Zitrone“ hilft jetzt den Tieren
Die von VIER PFOTEN ins Leben gerufene „Lemon Challenge“ soll dem Projekt zusätzliche Aufmerksamkeit verleihen. Zahlreiche Tierfreunde haben bereits teilgenommen und in eine Zitrone gebissen. Mit dem Hashtag #2sour2ignore haben sie davon ein Video auf ihren Social Media Kanälen hochgeladen und Freunde zum Mitmachen und Spenden für die Rettungsmission aufgefordert.  
VIER PFOTEN Einsätze in Gaza
Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten konnte der Khan Younis Zoo seine Tiere seit Anfang des Jahres nicht mehr angemessen versorgen und ausreichend Futter für sie bereitstellen. Um mehr Besucher anzulocken und Einkommen zu generieren, stellte der Besitzer sogar die mumifizierten Körper bereits verstorbener Tiere aus. Die „Tiermumien“ wurden mittlerweile entfernt, doch geblieben ist ein zweifelhafter Ruf als „schlimmster Zoo der Welt“. Der Besitzer bat VIER PFOTEN bereits im Februar 2016 um Hilfe und die internationale Tierschutzorganisation organisierte die dringend notwendigen Futterverteilungen. Im Juni führte VIER PFOTEN außerdem eine Mission durch, um die Lage vor Ort zu überprüfen und Verbesserungsmaßnahmen (medizinische Checks, Sicherheitschecks der Gehege etc.) umzusetzen.


Tiger Laziz, Bild VIER PFOTEN



VIER PFOTEN führte auch davor bereits einige Einsätze in Gaza durch. Erstmals war ein Team im September 2014 im schwer beschädigten Al-Bisan Zoo im nördlichen Gazastreifen aktiv. Drei Löwen wurden in das New Hope Centre in Jordanien transferiert. Im April 2015 führte ein VIER PFOTEN Nothilfeteam eine weitere Hilfsaktion durch, bei der die Tiere im Khan Younis Zoo medizinisch behandelt und mit Futter versorgt wurden. Im September 2015 holte VIER PFOTEN schließlich zwei Löwenbabys aus einem Flüchtlingslager. Der Rafah Zoo hatte diese zuvor an einen sechsfachen Familienvater im Camp als „Haustiere“ verkauft.

12.8.16

Drei Katzen machen den Happy cat Duo Nassfutter Produkttest

PRODUKTTEST/PRODUKTSPONSORING

Welcher Katzenhalter kennt das nicht: Was gestern noch schmeckte, ist heute nur einen empörten Blick wert. Also sucht der besorgte Mensch nach immer neuen Geschmackssorten in Tüten, Dosen, Beuteln, Schälchen. Ein Grund für uns, beim Test des neuen Happy Cat Duo Nassfutters mitzumachen, das erst seit Juni 2016 auf dem Markt ist. Wir haben dazu kostenlos sechs Schälchen bekommen und zwei davon bereits getestet.

Welche Sorten gibt es?

Sechs Geschmacksrichtungen gibt es insgesamt, allesamt in Schälchen zu 100 Gramm.  

  • Rind und Kaninchen
  • Geflügel und Lachs
  • Rind und Wild
  • Rind und Dorsch
  • Geflügel und Lamm
  • Geflügel und Rind 
Vollkommen neu ist die Kombination von Häppchen auf Paté - damit sollen dann wohl beide Fraktionen erfreut werden - diejenigen Samtpfoten, die lieber Stückchen in Sauce mögen und diejenigen, die eher Festes mögen. 

Was gibt es über Happy cat-Futter zu sagen?


Happy Cat ist eine Marke der Firma Interquell aus Wehringen. "Wir sind ein regional verwurzeltes, inhabergeführtes Tiernahrungsunternehmen mit großer Tradition“, heißt es. "Wir setzen auf Qualität, Glaubwürdigkeit und Transparenz.“ Interquell sagt von sich, dass es keine Tierversuche durchführt, ausschließlich in Deutschland produziert und keine Kompromisse bei der Qualität macht. Das klingt erstmal gut - mal sehen, ob das Futter dieses Versprechen hält.

Wer testet?


Wir, das sind ein Mensch und drei Katzen: Flimpi, Malina und Toby, wobei Flimpi nur Nass-, Toby beides und Malina am liebsten Trockenfutter frisst. Happy Cat kennen die Katzen bisher nur als Trockenfutter - und da die getreidefreie Variante. Umso interessanter dürfte also sein, wie sie auf das neue Nassfutter reagieren. 

Welches Happy Cat Duo Nassfutter haben wir getestet?

Ausgesucht habe ich zwei Sorten: "Rind und Kaninchen" und "Geflügel mit Lachs". weil ich zum einen gerne eine Variation mit Rind und eine mit Geflügel testen wollte.  Na klar, vor dem Öffnen der Schale gibt es, wie bei jedem neuen Futter, einen Blick auf die Inhaltsstoffe. "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" lese ich als erstes und 11% Kaninchen und 12% Rind. Dazu pflanzliche Nebenerzeugnisse (0,024% getrocknete Kräuter). Rohprotein liegt bei 10,2 %, Rohfett bei 4,6 %.

Nun sind Futterdeklarationen ein ebenso leidvolles wie unerschöpfliches Thema. Ich würde zu gerne wissen, was wohl "tierische Nebenerzeugnisse" sind und wie hoch der tatsächliche Fleischanteil an der Gesamtmenge ist, denn die Angaben über die beiden enthaltenen Sorten sagen darüber ja nichts Genaues aus. Den Geruch finde ich ziemlich intensiv, die Konsistenz ist so, wie bei vielen anderen Futtersorten auch, Jetzt gilt es:

Was sagen die Katzentester zu Happy cat Duo Rind und Kaninchen und Geflügel und Lachs? Der Härtetest zuerst: Malina mag eher Trocken- als Nassfutter und es bedarf manchmal schon einiger Überredungskunst, sie davon zu überzeugen, dass Nassfutter auch schmecken kann. Also, nach einem kritischen Blick wird das Schälchen mit Rind und Kaninchen geöffnet und - kaum zu glauben - sie riecht interessiert und frisst die oberste Schicht schon aus der Schale. 

Vor allem frisst sie rund die Hälfte, also 50 Gramm auf einmal. Das ist noch seltener. Es ist deutlich zu sehen, dass es ihr schmeckt und sie leckt sich noch lange danach das Fell sauber. Test eindeutig bestanden. 
Malina frisst aus der Schale 

Weiter geht es: Flimpi überlegt kurz, schnuppert und  - frisst. Und zwar die gesamte restliche Portion. Auch hier offensichtlich große Zufriedenheit. Na, dann bekommt Kater Toby jetzt die Variation von Geflügel mit Lachs, denn beides mag er eigentlich sehr gerne. Und hier kommt er wieder, der empörte Blick, kurzes Schnüffeln und Abdrehen. Nein, mit ihm nicht. Das mag er nicht und das frisst er nicht.  

Neuer Versuch: Werden die beiden Damen die von Toby verschmähte Geflügel-Lachs-Kombination mögen? Aber ja, sie mögen es - und zwar beide. Ratzfatz werden die Näpfe leergeputzt.

Fazit der Samtpfoten: Zwei von drei Katzen mögen diese beiden getesteten Sorten gerne, sodass in den kommenden Tagen nun auch die anderen Geschmacksrichtungen auf dem Speiseplan stehen werden.
Flimpi mag Paté und Stückchen
Fazit der Katzenhalterin: Wie bei vielen Futtersorten finde ich die Deklaration nicht genügend transparent. Dass auf Getreide als Inhaltsstoff verzichtet wird, ist positiv. Der Preis von 1,19 pro Schälchen ist nicht niedrig und ob man ihn für angemessen hält, muss jeder Katzenhalter selbst entscheiden. Bei uns werden zumindest die beiden Damen jetzt ab und zu auch das neue Duo Nassfutter serviert bekommen.


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11.8.16

Wir machen mit beim "Happy cat Duo-Produkttest"

Alle Katzenhalter sind ja immer auf der Suche nach etwas Neuem, was ihren Gourmetpfoten mundet. Deshalb machen wir - ein Mensch und drei Katzen - auch beim Katzenfuttertest von Happy cat Duo mit. Das sind Schälchen mit jeweils zwei Sorten Häppchen und Paté.


Und das bei einer höchst verfressenen, aber auch auf Trockenfutter spezialisierten Diva, einem mäkeligen Kater und einer "problemlosen" Nassfutterliebhaberin. Die erste Sorte kam bei zwei von dreien schon mal gut an. Wir testen uns durch und berichten weiter.
  

2.8.16

Warum eine alte Katze?

Nilsson wurde vom Tierheim Düsseldorf vermittelt. Aber ich darf seine Geschichte hier posten. 
Kater Nilsson ist am letzten Freitag gestorben. Er war ein wunderbarer Kater und ich vermisse ihn sehr. Nachfolgend ist mein Bericht über unsere gemeinsame Zeit. Vielleicht kann das anderen Leuten als Motivation dienen, auch über die Aufnahme einer alten oder einer Pflegekatze nachzudenken.
Vor 14 Monaten ist Herr Nilsson eingezogen. So haben sie ihn im Tierheim genannt, wie das Äffchen von Pippi Langstrumpf, und da saß er dann für lange Zeit. Er war schon deutlich älter, ein ganz schmaler 2,5 kg Kater und auch nicht mehr ganz gesund. Wegen einer Schilddrüsenüberfunktion mußte er morgens und abends Tabletten nehmen. Das war den Leuten wohl zu mühsam.
Ich hatte schon einmal eine Katze, die wegen SDÜ Tabletten nehmen mußte. Das gab damals keine Probleme. Also hab ich gedacht, das krieg ich hin und habe einen unbefristeten Pflegevertrag mit dem Tierheim gemacht. Und Kater Nilsson fuhr mit mir in unsere Wohnung, unseren Garten und zu Kater Muck.
Die Zusammenführung der beiden Kater war völlig unproblematisch. Angucken, Hallo-sagen und zum Tagesgeschäft übergehen. So ist es mit den beiden auch geblieben, freundliche, aber distanzierte Koexistenz. Nilsson war begeistert von der Wohnung, dem Garten, dem Essen, dem Schmusen.
Weniger begeistert war er von den Tabletten. Die Damen im Tierheim hatten so einen geschickten Griff, und schwupp war die Tablette drin. Beim ersten Versuch war nur ein Loch in meinem Finger. Dann wurde ich vorsichtiger, und als Ergebnis war die Tablette zwar drin und mein Finger noch dran, aber er hat gekämpft wie ein Tiger, und mein Katzenbändigungsgriff war deutlich nicht gut genug. Also hab ich alles ausprobiert, in dem man eine halbe Tablette verstecken kann. Getrocknete Hühner- bzw. Entenfleisch-Snackies fand er superlecker, also Tablette da rein und wir hatten eine für alle stressfreie Lösung.
Garten war toll - bei gutem Wetter. Ansonsten entpuppte sich Kater Nilsson als geborener Büromensch und nahm Hauptwohnsitz im Arbeitszimmer mit Fensterplatz zur Strasse zum Gucken und Schreibtisch und Computer. Egal was da passierte, Nilsson war mit Feuereifer dabei. Mindestens dicht dabei sitzen, am liebsten auf der Mäusewiese, oder in meinem freien Arm liegen und gelegentlich eigene Tastatureingaben versuchen. Ein kontaktfreudiger, liebenswürdiger und schmusiger Kater. Wir hatten eine wunderschöne Zeit und Nilsson hat 20 Prozent auf 3 kg zugenommen. Und er wurde auf seine alten Tage noch richtig fit mit Klettertouren auf den Kratzbäumen und Bücherregalen.
Unser Glück wurde nach 8 Monaten kaum getrübt, als bei der tierärztlichen Untersuchung CNI festgestellt wurde. Das zusätzlich erforderliche Medikament war geschmacksneutral und ich konnte es ihm in Katzenmilch eingerührt geben. Und es ging ihm unverändert gut.
Ein halbes Jahr später ging es auf einmal sehr schnell. Erst hat er wenig gefressen, dann nicht mehr. Die Aufbaubehandlung bei der Tierärztin hat nicht mehr angeschlagen.
Ich habe ihn im Arm gehalten, bis er eingeschlafen ist. Ich vermisse ihn sehr und habe nie bereut einem alten Kater ein schönes Zuhause für seine absehbar letzte Zeit zu geben. Er hat mich glücklich gemacht und ich glaube, ich ihn auch. Und irgendwann werden wir hier wieder eine alte Dauer-Pflegekatze aufnehmen.

28.7.16

Die Katze greift den Menschen an, Teil 3

Begleitend zur Haltungsoptimierung und Verhaltenstherapie gibt es aggressions- und stressreduzierende Mittel, die die Besitzer ihren Katzen verabreichen können. Frei verkäufliche Mittel beinhalten meist Vitamin B oder pflanzliche Auszüge aus Hopfen, Melisse und Baldrian. Teilweise ist auch L-Trytophan enthalten, eine Aminosäure, die stimmungsaufhellend und beruhigend wirken soll. Es gibt aber auch katzenspezifische Pheromone in Form von Sprays oder Duftsteckern. 

Ein schwieriges Kapitel - Aggression gegen Zweibeiner
Last but not least bleibt dann, wenn auch das ohne die gewünschte Wirkung bleibt, die Verordnung von Medikamenten aus der Gruppe der Psychopharmaka. Die Auswahl und Dosierung sollte der Tierarzt vornehmen und auf keinen Fall der Halter selbst damit herum experimentieren. Diese Mittel wirken nicht wie ein Sedativum, machen also nicht dauerhaft müde, sondern tragen dazu bei, die Aggressionsbereitschaft zu senken.

Diese Medikamente müssen in jedem Fall mehrere Wochen gegeben und dürfen nicht abrupt abgesetzt werden – immer nach Rücksprache mit dem Mediziner. In dieser Zeit kann das Tier lernen, sein Verhalten zu verändern und nicht mehr übermäßig aggressiv auf bestimmte Reize zu reagieren. Aber Lernen bedarf im Regelfall etlicher Wiederholungen. So zeigt sich auch die Wirkung der Mittel erst nach geraumer Zeit und konsequenter Belohnung von positivem Verhalten durch den Menschen.

26.7.16

Die Katze greift den Menschen an, Teil 2

Wird aus einer bis dahin sanften Mieze plötzliche eine angriffslustige Furie, ohne dass sich die Lebensumstände verändert haben, dann spricht manches für körperliche Probleme. Das kann eine schmerzhafte Erkrankung sein, ein Unfall, eine Viruserkrankung, eine Überfunktion der Schilddrüse oder eine andere organische Veränderung, etwa der Leber. Ältere Katzen reagieren oft sehr sensibel auf Berührungen an bestimmten Körperstellen – weil ihnen möglicherweise Arthrose zu schaffen macht. Auch neurologische Veränderungen können bei Katzen auftreten und zu Aggression führen.

Oft aber haben aggressive Katzen schon eine Vorgeschichte, in der Angriffslust eine Rolle spielt. Dann werden sie von Besitzer zu Besitzer weitergereicht und das Problem verschlimmert sich. Meist haben diese Tiere keine angemessene Sozialisierung mit Menschen erfahren oder sie haben in der Jungtierentwicklung nicht gelernt, mit Aggression umzugehen, weil sie etwa zu früh von Mutter und Geschwistern getrennt und von Menschenhand aufgezogen wurden. Solchen Tieren fehlt häufig die Selbstkontrolle.


Kommt es zu Situationen, in denen die Katze aufgeregt ist, etwa, wenn es um die Fütterung geht und der Hunger groß ist, dann kann es sein, dass der Mensch dabei attackiert wird. So etwas lässt sich zu Beispiel dadurch managen, dass nicht nur zweimal täglich Fressen angeboten wird, was für eine Katze auch nicht artgerecht ist, sondern Futter immer zur Verfügung steht, dies aber selbst erarbeitet werden muss. Ohnehin kommt dem Thema Beschäftigung eine große Rolle zu. Tiere, die in reiner Wohnungshaltung leben müssen, sind oft unausgelastet, unterfordert und frustriert. Die Möglichkeit, zu kommen und zugehen, wie es dem Tier gefällt, bedeutet nicht nur ein Stück Freiheit, sondern gibt auch die Möglichkeit, angeborenes, arteigenes Verhalten und Antriebe draußen auszuleben. Wenn durch die Lage der Wohnung ein Freigang für Katzen nicht möglich ist, müssen sich die Halter bewusst sein, dass es viele Katzen gibt, die ein Leben in der Wohnung nicht ertragen und Verhaltensstörungen entwickeln.

FORTSETZUNG FOLGT

25.7.16

Die Katze greift den Menschen an, Teil eins

Dass Katzen einen Menschen angreifen, das kommt zum Glück eher selten vor. Meist sind es Abwehrreaktionen, wenn sich ein Tier bedrängt fühlt. Manchmal aber lassen sich Attacken kaum erklären.


Katzenbisse sind schmerzhaft und zudem gefährlich, denn die Wunden, die sie hinterlassen entzünden sich schnell und heftig. Und Kratzer tun nicht nur weh. Sie machen Menschen auch misstrauisch und sogar ängstlich. Vieles, was scheinbar unberechenbar an den Katzen ist, lässt sich erklären. Und die Angriffe erfolgen in aller Regel auch nicht unangekündigt und hinterrücks, sondern mit Vorwarnung. Fast immer senden die Miezen klare körpersprachliche Signale, wenn sie sich in einer Situation unwohl fühlen oder Angst haben. Das gilt für den Klassiker, das Schnappen nach der streichelnden Hand, das so genannte «Petting und Biting». Oder für die Fellpflege, das Bürsten und Krallenschneiden. Nur erfolgen die Droh- und Abwehrsignale manchmal so schnell, dass der Mensch sie übersieht und die individuellen tierischen Grenzen überschreitet. 

Bild: Sylvia Born
Manchmal spielen eben auch unangenehme Erfahrungen oder Angsterlebnisse eine Rolle, die das Tier mit bestimmten Bewegungen oder Abläufen in Verbindung bringt. Eine Katze greift zum Beispiel immer dann ihre Besitzerin an, wenn diese den Futternapf hochheben will oder das Katzenklo reinigen. Andere Tiere funktionieren das Schlafzimmer zum Kampfplatz um und beißen den liegenden Menschen in Füße oder Hände. Das lässt sich manchmal in den Griff bekommen, indem der Halter sein bisheriges Verhalten oder die Umgebung verändert. Dann wird eben der Napf nicht mehr im Beisein der Katze gefüllt und sie muss aus dem Schlafzimmer ausgeschlossen bleiben.

Fortsetzung folgt

15.7.16

Tierheim setzt auf Pokemon Go

Derzeit schwappt eine Riesenwelle über uns herein: Menschen aller Altersklassen irren, ins Handy starren, suchend durch die Straßen - allesamt süchtig nach den virtuellen Pokemons. "Warum das nicht nutzen", dachte sich ein pfiffiger Tierschützer - in den USA. Er will den Spielsüchtigen Tierheimhunde zum Ausführen mitgeben und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Klingt abgedreht, ist aber auch nicht verrückter, als seltsame Figuren zu fangen, oder?  

http://www.huffingtonpost.de/2016/07/14/tierheim-hunde-pokemon-go_n_10985188.html

13.5.16

Wird die Katze dement?



Neulich im Wartezimmer des Tierarztes berichtete eine Halterin, ihre Katze sei 25 Jahre alt geworden und dann ganz friedlich eingeschlafen. Wie beneidenswert! Ja, unsere Haustiere werden immer älter, aber das heißt leider nicht, dass sie bis zu ihrem Tode auch gesund sind. Tiere bekommen ebenso Alterserkrankungen wie Menschen und manches ist für uns Zweibeiner schwer zu ertragen.
Erst in den letzten Jahren beginnt die Forschung überhaupt, sich mit dem Thema Demenz bei Hunden und Katzen zu beschäftigen - und noch gibt es ebenso wenig wie für Menschen ein Mittel, um den Zerfall zu stoppen.
Schon seit Jahren ist Selgian im Gespräch, ein Medikament, dass eventuell den Prozess aufhalten kann - aber nicht heilen. Tierbesitzer beobachten an ihren Lieblinge Symptome der Desorientierung und Verwirrung. Die Katzen finden das Klo nicht mehr - oder nicht mehr den Heimweg aus dem Garten . Sie sitzen vor einer Wand und starren sie an - stundenlang. Oder sie schreien laut und durchdringend, ohne sich unterbrechen zu lassen. Das ist alles erschreckend für den Menschen, der sein Tier nicht wiedererkennt. Und es gibt keine wirkliche Hilfe. Nur, soviel feste Rituale beizubehalten wie möglich und so wenig Veränderungen vorzunehmen, wie möglich. Und wenn es geht, altersgerechte Beschäftigung anzubieten.

Der SPIEGEL greift das Thema aktuell auf:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/demenz-bei-haustieren-so-helfen-sie-hund-und-katze-a-1092177.html

29.4.16

Düsseldorf hat die Kastrationspflicht beschlossen

Endlich. Seit gestern ist klar, dass die Landeshauptstadt eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigängerkatzen beschlossen hat. Noch nicht lange her, da hieß es, dass die Stadt überhaupt kein Katzenproblem habe...Das sehen diejenigen, die sich die Nächte um die Ohren schlagen, um verwilderte und ausgesetzte Tiere einzufangen, ganz anders.
Schon werden die ersten Würfe draußen geboren, die das Elend der Streuner wieder vergrößern werden. Aber vielleicht kann diese Verordnung nun endlich dazu beitragen, dass sich langfristig die Zahlen verringern werden. Ein erster, ein wichtiger Schritt ist getan. Und das nach vielen vielen Jahren des Kampfes von Tierschützern, vielen Gesprächen, viel Überzeugungsarbeit, viel Mühe.....und viel Kraft, die das gekostet hat. Hut ab vor denjenigen, die im Hintergrund immer am Ball geblieben sind und die nie aufgegeben haben, für das Tierwohl zu kämpfen.    

Schnell ein paar Tropfen und das Problem ist gelöst?

Wenn Katzen die Toilette meiden, dann kann man vieles verändern: Die Toilettensituation, die Klos, die Streu, Freigang, mehr Beschäftigung, Veränderung der Gruppenbeziehung, mehr Zuwendung. Man kann den Harn untersuchen lassen und noch vieles mehr. Ja, das kostet Arbeit und Zeit und womöglich Geld. Aber wir wollen ja eine Verhaltensveränderung erreichen und das ist nun mal mühsam. Wir können aber auch der Katze etwas eingeben. Das kann unterstützend und stressreduzierend sein und dabei helfen, mit Veränderungen besser und leichter zurecht zu kommen. Und das ist so schön einfach und gibt das beruhigende Gefühl, etwas getan zu haben. Warum nur beschränken sich die meisten Menschen auf das Zweite und vergessen das Erste?
Auch das wird Thema in unserem Seminar am 21.5. in Langenfeld zum Thema Unsauberkeit und Markieren bei Katzen. Wir freuen uns über noch mehr Teilnehmer Es geht los um 11 Uhr und dauert bis ca. 15 Uhr. Kosten 15 €
Ort ist wieder 40764 Langenfeld, SGL. 
Anmeldung unter 0202/7379140 oder vierpfotenprofi@googlemail.com

15.4.16

Seminar Unsauberkeit und Markieren bei Katzen


Es ist ein ewiges Dauerbrennerthema: Die Katze wird unsauber. Sie nutzt die Toilette nicht oder nur teilweise. Stattdessen werden Sofa, Bett oder Teppich als Ersatz auserkoren und immer wieder als legitime Pinkelstelle "missbraucht". Kaum ein Katzenhalter geht dann zum Tierarzt, denn "die Katze ist munter und frisst normal".
Ja, Stress kann einer der Auslöser für Unsauberkeit sein. Und manche Typen von Katzen reagieren sehr empfindlich auf eine Veränderung ihrer Lebenssituation. Aber genauso wichtig ist die Abklärung organischer Ursachen. Denn fast jede zweite Katze wird unsauber, wenn sie Schmerzen hat.
Ein anderes Problem ist das Markieren mit Harn - häufig in Katzengruppen anzutreffen, die nicht wirklich miteinander harmonieren.

Was ist Urinieren, was ist Markieren?
Welche Ursachen gibt es?
Was lässt sich dagegen tun?


Darum geht es im Seminar am 21.5. in Langenfeld. Anhand von vielen Beispielen aus der Praxis sollen konkrete Lösungen aufgezeigt werden.

Ort: Sportgemeinschaft Langenfeld (SGL)
Langforter Str. 72, 40764 Langenfeld (Rheinland)
Uhrzeit: 11-15 Uhr
Kosten: 15 Euro pro Teilnehmer. Ein Teil der Einnahmen geht als Spende an die Aktionsgemeinschaft für Tiere
Anmeldung unter 0202/7379140 oder escriva@arcor.de   

11.4.16

Zehn Mythen über (Streuner)katzen und was wirklich dran ist

 
 Na klar, jede Katze muss einmal im Leben Junge haben, oder? Und wenn man seiner Mieze überdrüssig ist, dann kann man sie ja in ein freies Leben in der Natur entlassen, die kommen da prima alleine zurecht. Die können ja Mäuse fangen...Zehn Mythen über Katzen und was wirklich dran ist - meine große Geschichte im neuen CHICO Magazin, das am 15.4. erscheint.

23.3.16

Katze beisst Mensch

Von Beißvorfällen bei Hunden wird öfters mal berichtet, zumal wenn es sich um sogenannte "Kampfhunde" handelt. Natürlich sind Verletzungen, die ein großer Hund zufügen kann, meist schwerer und gefährlicher als der Biss einer Katze. Dafür aber haben Katzenbisse Folgen, die so mancher unterschätzt. Durch die Bakterien im Maul einer Katze entzünden sich schon kleinste Bisswunden rasend schnell. Mit durchaus unschönen Folgen, etwa einer Blutvergiftung. Und da Katzen oft dann beißen, wenn sie hochgehoben oder festgehalten werden, sind meist Hände und Finger betroffen. Dann heisst es nicht selten: Schnell zum Chirurgen. Nicht immer muss operiert, aber immer muss die Wunde sofort desinfiziert und fachgerecht versorgt werden.
Auch wenn sich zwei Katzen streiten, sollte ihr Mensch auf keinen Fall mit den Händen eingreifen und schlichten wollen. Im Eifer des Gefechts kennen die Tiere weder Freund noch Feind und fügen auch verrauten 

Mehr dazu gibt es hier in einem Artikel der Rheinischen Post http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/warum-ein-katzenbiss-oder-hundebiss-so-gefaehrlich-ist-aid-1.5856178

18.3.16

Spike hat ein Zuhause gefunden





UPDATE 23.3.2016: Spike ist in sein neues Zuhause gezogen. Alles sieht gut aus.

Wir möchten Spike das Tierheim ersparen. Also brauchen wir so schnell wie nur möglich einen Platz für ihn.

Spike ist ein wirklich prachtvoller, sehr großer pechschwarzer Kater. Er ist im besten Kateralter, sechs Jahre alt, gesund, topfit und schlau. Er klickert gerne, spielt mit Angel und Wedel - ist nur anfangs bei Menschen etwas zurückhaltend. Er kennt und toleriert vernünftige Kinder. Leider kracht es zwischen ihm und seinem Bruder täglich. Die beiden haben sich komplett auseinander entwickelt und so ist das kein Leben für keinen der beiden. Mit der kleinen Kätzin kommt er aber gut klar. Spike lebt in Düsseldorf, genießt Freigang, geht aber nicht weit weg. Er hatte Interessenten, die dann aber doch lieber auf die nächsten Katzenkinder warten wollen. Spike wird privat vermittelt und wir helfen hier nur, damit er nicht im Tierheim landet. Wir wissen ja, wie lange dort große schwarze Kater warten...

0202/7379140