Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

24.4.17

So macht das Lernen Katzen Spaß

Die Samtpfoten gelten oft als unerziehbar oder als dickköpfig und eigenwillig, Jedenfalls sollen sie nur schwer lernen, was Menschen ihnen beibringen wollen. Dabei funktioniert das Lernen bei Katzen genauso, wie bei anderen Säugetieren auch – mit Spiel und Belohnung.

Katzen tun, was sie wollen und gehorchen nicht – sagen die Hundebesitzer, die stolz darauf verweisen, dass ihr Vierbeiner „Sitz“ und „Platz“ beherrscht. Wozu sollte eine Katze wohl auch solche aus Katzensicht völlig unsinnigen Kommandos befolgen? Eine Katze, die auf sich hält, hat einen eigenen Kopf. Was aber nicht heißt, dass sie nicht lernfähig ist: im Gegenteil. Sie lernt sehr gut – wenn sie will – und bis ins hohe Alter. Am allerbesten jedoch funktioniert das Lernen bei jungen Katzen. So sind die ersten drei Lebensmonate und das, was dort eingeprägt wird, mit entscheidend für das Sozialverhalten des erwachsenen Tieres und das weitere Leben.
Hillary mit dem Katzentrainer, einer Futterstation, bei der die Belohung erarbeitet werden muss

Darüber hinaus lernen Katzen nicht anders, als Hunde auch. Wer kennt nicht das berühmte Experiment des russischen Forschers Iwan Petrowitsch Pawlow, das die Methode des „klassischen Konditionierens“ begründete? Hier wird ein ursprünglich neutraler Reiz, also der Klingelton, mit der Futtergabe kombiniert. Letztlich lernt der Hund, dass der Ton Futter bedeutet und speichelt, selbst wenn nur das Geräusch ertönt, ohne dass es Futter gibt. Haben Sie schon einmal Ihre Katze beobachtet, wenn sie mit der Futterdose rappeln? Kommt sie dann nicht und streicht Ihnen um die Beine?

Katzen lernen am Erfolg

Die andere Lernform, das „operante“ Konditionieren, also das Lernen am Erfolg, ist wohl das, was jeder Katzenhalter im Alltag einsetzt, wenn auch manchmal unabsichtlich. Die Katze tut etwas Wünschenswertes und wird belohnt. Je schneller, je öfter, je konsequenter, umso größer ist dabei der Lerneffekt. Dieses Wissens bedient sich auch das Klickertraining, mit dem die Feliden die erstaunlichsten Tricks und Kunststückchen erlernen können – etwa Pfötchen zu geben, über Balken zu balancieren, durch Reifen zu springen und vieles mehr.  Auch das funktioniert natürlich bei jungen, sehr spielfreudigen Tieren am einfachsten und leichtesten. Aber die Methode wirkt bei jeder Samtpfote. Nur braucht die eine kürzer, die andere länger – wobei eben auch die gewählte Belohnung eine große Rolle spielt. Verfressene Garfieldjünger lassen sich leichter mit Futter und Leckerchen motivieren. Verschmuste Naturen werden eher für eine Streicheleinheit aktiv.


Wichtig zu wissen ist, dass die Katzen nur Dinge gut lernen, die ihrer Natur und ihren Instinkten entsprechen und für die sie körperlich ausgerüstet sind. Dazu gehören etwa Springen, Klettern, Balancieren oder mit den Pfoten Dinge irgendwo heraus angeln. Schwerer wird es, zu lernen, dem angeborenen Jagdtrieb zu widerstehen oder Fährten zu lesen. Das letztere ist und bleibt dann doch eher eine Domäne der Hundekonkurrenz, die dafür besser ausgestattet ist.  

20.4.17

Nicht schön genug, um vermittelt zu werden?



Das ist die sehr traurige Geschichte von Mili und Pili, zwei Katzen, die einfach nur grau getigert sind. Außerdem hat eine von beiden einen verkrüppelten Schwanz. Und sie sind eher ängstlich. Und sie müssen zusammen bleiben. Das sind sicher alles Gründe, warum sie niemand will.
Aber da sind auch noch die Gründe, warum sie es verdient haben, ednlich ein Zuhause zu bekommen: Sie sind nicht böse, nicht aggressiv, sondern vom Leben gebeutelt. Sie lieben einander und können nicht ohneeinander sein. Sie haben Schlimmes erlebt und möchten so gerne vertrauen. Sie haben noch das ganze Leben vor sich und wenn man mit ihnen arbeitet, werden sie auch noch weiter aufblühen.

Die beiden leben in der Nähe von Würzburg in einer Notpflegestelle, könnten aber auch bei Interesse weiter weg gebracht werden. Sie werden von einem spanischen Tierschutzverein, "Ayandena", mit Schutzvertrag vermittelt.
Kontakt: 0202/7379140

19.4.17

Schlafen und Träumen bei Katzen Teil II






FORTSETZUNG VOM  17.4. 2017

Auszug aus dem Artikel in der Tierwelt, Ausgabe 14/2017

Was aber passiert nun, wenn Katzen schlafen? Die Schlafforscherin Professor Irene Tobler, die lange an der Universität Zürich – am Institut für Pharmakologie – gelehrt hat, klärt auf: «Im Schlaf ist der Körper mehrheitlich bewegungslos, mit Ausnahme von Änderungen der Körperstellung und vereinzelten Zuckungen. Dabei ist das parasympathische Nervensystem aktiv, das den ganzen Körper auf Ruhe steuert». Charakteristisch ist, dass sich im Hirn typische Abfolgen von Wellen unterscheiden lassen. Die bezeichnen die Wissenschaftler als Non-REM und REM-Schlaf, wobei die Abkürzung für «Rapid Eye Movement» also schnelle Augenbewegungen steht.

Und was stimmt denn nun von der oft gehörten Behauptung, Katzen würden träumen und im Schlaf die Erlebnisse des Tages verarbeiten? Was bedeutet es, wenn die Pfoten oder die Tasthaare zucken? Ein französischer Wissenschaftler namens Michel Jouvet konnte im Experiment in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts die im REM-Schlaf vorhandene Muskellähmung bei Katzen aufheben. Die Tiere liefen im Schlaf umher und verhielten sich scheinbar so, als ob sie jagen würden. Jouvet nannte das «enact their dreams».


Die Schweizer Schlafforscherin bleibt skeptisch. «Der REM- Schlaf ist nicht einfach der Traumschlaf», stellt sie klar. «Menschen berichten etwa aus allen Schlafphasen über Trauminhalte. Und so lange wir keine besseren Nachweismethoden haben, kommen wir mit unserem Wunschtraum, den Tieren das Träumen anzudichten, nicht weiter».

17.4.17

Wie viel Schlaf braucht die Katze? Teil I


Katze Tina. Foto Lewicka

Eigentlich sollten bei schönstem Frühjahrswetter nun die Katzen draußen herumstromern. Aber es regnet, ist kalt und alle tierischen Bewohner dieses Hauses schlafen. Normal oder Grund zur Besorgnis? Dieser Text gibt Auszüge meines letzten Artikels in der Schweizer "Tierwelt" wieder.

Wenn Katzen schlafen, so völlig in sich versunken, wirkt das auf Menschen anziehend und anrührend. Leise hebt sich dann der pelzige Brustkorb. Der Atem geht langsam und regelmässig. Unwillkürlich zuckt es in den Fingern, einer schlafenden Katze über das Fell zu streicheln. Und manches Tier dreht sich dabei auf die Seite und zeigt dem vertrauten Menschen sogar den Bauch, während es scheinbar weiterschläft oder döst.

Etliche Büsis machen im Schlaf leise Geräusche, andere zucken mit den Pfoten, ein Grund für die Annahme, sie würden träumen – vielleicht von saftigen Mäusen. Das finden Menschen schön und oft auch erheiternd. Denn so manche Mieze wählt sich für ihre Ruhestunden recht ungewöhnliche Plätze aus. Frei nach dem Motto «Platz ist in der kleinsten Ecke» quetschen sich viele Tiere in winzige Kartons, Brotkörbe, Obstschalen, Waschbecken oder andere Behältnisse. Sie rollen sich artistisch zusammen und schlafen in scheinbar völlig unbequemen Positionen tief und fest.

So verführerisch es auch sein mag, eine schlafende Katze zu berühren und zu streicheln, sollten Menschen ihr doch diesen Ruheplatz lassen und sie dort auf keinen Fall bedrängen. «Jede Katze braucht einen sicheren Rückzugsort, einen Platz an dem sie sieht, aber nicht gesehen werden kann», sagt Dr. Anneli Muser Leyvraz, Tierärztin und Präsidentin der Schweizerischen Tierärztlichen Vereinigung für Verhaltensmedizin (STVV). Besonders erhöhte Plätze sind bei den Tieren sehr beliebt, denn sie versprechen ebenso Überblick wie Sicherheit. Auch gerne angenommen werden «Höhlen», etwa in Kleiderschränken oder Regalen, die mit einer Decke ausgepolstert sind. Und beliebt sind bei den wärmeliebenden Tieren im Winter Ruheplätze vor oder neben einer Heizung oder einem Ofen – vielleicht ein Erbe der afrikanischen Vorfahren.

Wenn ein so aktives Tier wie eine Katze ihren Drang nach Bewegung und Beutefang nicht ausleben kann, führt das nicht nur zur Frustration, sondern möglicherweise auch zur Depression oder – zum Rückzug in den Schlaf. Als dämmerungsaktive Tiere würden die Büsis eigentlich in der Morgen- und Abenddämmerung auf die Jagd gehen, dementsprechend verzeichnet ihr Aktivitätsmuster hier auch zwei Höhepunkte – selten zur Freude des Menschen, der in den Morgenstunden selbst schlafen möchte. 

«Die Tiere können sich in vielen Fällen dem Lebensrhythmus ihres Halters anpassen, aber sie brauchen dennoch unbedingt die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse auszuleben, aktiv zu werden und sich tiergerecht zu beschäftigten», appelliert die Verhaltensmedizinerin. 


So kann es durchaus eben auch ein Warnsignal sein, wenn eine Katze «nur schläft» und so gar nicht spielen will, wie viele Katzenbesitzer erzählen. Ob sie sich aus Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten sich in sich selbst zurückziehen, oder ob sie eine organische oder altersbedingte Erkrankung haben, kann nur der Tierarzt abklären» so Dr. Muser Leyvraz. Womöglich kann Schlafen aber auch ein Stresssymptom sein: Wenn sich ein Tier Platz und Revier mit vielen anderen Artgenossen teilen muss oder unter schlechten Haltungsbedingungen lebt, kann es sein, dass es den Kontakt zur Aussenwelt abbricht, indem es sich in den Schlaf flüchtet.



FORTSETZUNG TEIL II folgt

10.4.17

Katzen mit Handicap: Kennedy und Sorai



Kennedy und Sorai sind Tierschutzkatzen und werden von der Aktionsgemeinschaft für Tiere vermittelt. NOCH NIE haben Katzen so lange warten müssen, bis sich überhaupt einmal ein Mensch für sie interessiert. Im Sommer fährt ihre Pflegestelle für zwei Monate in den Urlaub und es wird eine Unterbringung für die beiden gesucht. Wie viel schöner wäre es, sie würden endlich eine Familie finden.


Ja, Sorai hat nur ein Auge. Dafür kann sie nicht. Wäre ihr Schnupfen behandelt worden....aber das kam dem Bauern ja nicht in den Sinn. Aber sie ist, so wie sie ist, dennoch hübsch und liebenswert, wenn auch Menschen gegenüber aus verständlichen Gründen erstmal vorsichtig. Kennedy ist ein Bärchen, ruhig, verschmust, gemütlich. Beide schätzen einen kleinen Garten, evtl. würde auch ein Balkon ausreichen, um sich zu sonnen. 





Unter ihren Vorfahren und Verwandten waren etliche langhaarige Katzen und beide haben trotz ihres kurzen Fells eine rundliche Statur Beide können nicht ohne einander. Sie sind gesund, kastriert, gechippt, werden im Sommer acht Jahre alt und wohnen in Wuppertal. Achtung: Kontakt 0202/7379140

4.4.17

Ankommen im neuen Leben - und alles macht Angst

 
Vorhin klingelte wieder das Telefon: Eine Katze aus dem Tierheim ist vor anderthalb Tagen eingezogen. Sie verkriecht sich nur, frisst und trinkt nicht. Sie hat, obwohl als sozial beschreiben, auch panische Angst vor der vorhandenen Katze. Die Halterin macht sich Sorgen.
Ja, das ist nur zu verständlich. Wer ein Tier adoptiert, möchte, dass es sich wohlfühlt. So große Angst macht betroffen. Wir möchten gerne helfen, wissen aber nicht wie.

Keine Katze verhungert freiwillig. Wenn sie einen, zwei, oder drei Tage nicht frisst, ist das nicht schön. Aber wichtig ist, dass sie Flüssigkeit zu sich nimmt. Dauert der Zustand eine Woche lang an, ist spätestens dann der Tierarzt gefragt.


Sam, der nach vielen Jahren dank TASS0 wiedergefunden werden konnte. Im Moment hat er noch viel Angst. Er lebt in einer Pflegestelle in Velbert und sucht ein Zuhause als Einzelkater im Großraum Essen/Wuppertal/Düsseldorf. Sam ist gesund und zehn Jahre alt, Kontakt 0202/7379140  
  Was können Menschen tun, um dem Neuankömmling zu helfen?

Einen ruhigen eigenen Raum zur Verfügung stellen und Rückzugsmöglichkeiten schaffen
Nicht sofort mit den anderen Katzen/Hunden/Tieren zusammenlassen
Höhlen und Verstecke anbieten
Futternapf und Toilette in die Nähe der Katze stellen       
Spielangebote machen, aber nicht bedrängen
Immer wieder vorsichtig den Kontakt aufnehmen, aber Katze nicht anstarren
Präsenz zeigen, aber nicht zu nahe kommen
Einfach da sein, vorlesen, damit die Stimme vertraut wird
Ale Arten von Fliegengittertüren können hilfreich sein, sind aber kein Allheilmittel
Pheromonstecker können helfen - aber sie sind eben nicht mehr als ein Duft

Das Wichtigste und wenn es noch so schwerfällt: Geduld bewahren und die Tiere in ihrem eigenen Tempo kommen lassen. Angst ist ein starkes Gefühl und sichert unter Umständen das Überleben. Kein Wunder, dass viele Katzen im Anfang instinktiv "in Deckung" gehen und erst langsam alles Neue erkunden. 

Und das ist nicht wenig: Neue Menschen, neues Revier, neue Artgenossen, Tagesabläufe - eine Vielfalt von Eindrücken stürzt auf den Neuankömmling ein. Und jede Katze hat ihre eigene Vorgeschichte und Erfahrungen. es wird und kann keine Patentrezepte für den Umgang mit der Angst geben. Außer den Rat, alles was Angst macht, in ganz kleinen Häppchen zu präsentieren um die Ungefährlichkeit zu beweisen. Bleibt das Tier ruhig und gelassen, kann man den Reiz verstärken und auch mit einer kleinen Belohnung arbeiten. Den großen Rest erledigt die Zeit.      

27.3.17

Schmusie und ihre Angst: Katzenmenschen gesucht


Schmusie-Hillary-Lilly, drei Namen und Stationen einer Katze, die in ihrem kurzen Leben schon viel zu oft hin und her geschubst wurde. Sie ist eine wunderhübsche und sehr intelligente Katze, die nach Zuwendung und Beschäftigung schreit. Und sie hat das, was man mit ihr gemacht hat, wirklich nicht verdient. Sie sucht so sehr einen Menschen, bei dem sie endlich für immer ankommen kann. Sie wird fünf Jahre jung, ist gesund, munter, verspielt, geimpft, kastriert und gechippt. Sie kann Türen und Schränke öffnen und sprintet gerne mit Anlauf durch die Wohnung.
Wir konnten sie, weil sie NIEMAND haben will, nur einer Notpflegestelle unterbringen. Da ist sie versorgt, aber es fehlt an Zeit und Beschäftigungsmöglichkeiten. Dennoch versuchen wir, so gut es geht, mit ihr Klickertraining zu machen und an ihrer Angst vor Geräuschen zu arbeiten.
Denn: Man muss (!) mit ihr arbeiten. Hillary hat leider ein Problem, das auch der Grund für ihre bisherige Geschichte ist. Sie reagiert auf manche Geräusche und Bewegungen sehr schreckhaft und wird dann angstagressiv. Ein zukünftiger Halter muss das wissen und damit umgehen können. In ihrem letzten Zuhause hat sie panisch auf Katzengekreische von draußen reagiert. Kinder oder Hunde Katzen sollten deshalb nicht im neuen Zuhause leben. Leider hat ein Versuch, sie mit einem Kater zu vergesellschaften, nicht geklappt. Nicht etwa, weil sie angegriffen hat, sondern weil die beiden Tiere wechselseitig Angst voreinander hatten.
Wir können bei dieser Katze keine weiteren Experimente wagen. Sie ist schon viel zu oft herumgeschubst worden wie ein Möbelstück.
Wir suchen deshalb: Katzenerfahrene Menschen mit einem ruhigen Haushalt, eine nicht zu kleine Wohnung, Balkon oder Freigang, wenn es dort nicht zu viele andere Katzen gibt. 

Wir unterstützen und begleiten bei allen Fragen. Wir möchten für Hillary nur eines: Endlich ein Zuhause für immer. Die Katze lebt derzeit in Haan.
Da sie beim Autofahren schrecklich leidet, möchten wir sie in jedem Fall im Umkreis von Ddorf/Köln/Berg. Land vermitteln. Schutzvertrag über die Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V.
Kontakt bitte unbedingt beachten: 0202/7379140, vierpfotenprofi@googlemail.com

19.3.17

Blindenführkater James und sein Freund Charles




Am 11. November 2016 wurde in Ddorf-Süd eine Animal-Hoarder-Wohnung ausgeräumt und fast 60 Katzen kamen ins Tierheim Ddorf. Es war ein Kraftakt sondergleichen, diese Tiere vermittlungsfähig zu machen. Die meisten Katzen sind inzwischen vermittelt.
Hier sind zwei, die noch ZUSAMMEN ein neues Zuhause suchen und die wir Ihnen unbedingt ans Herz legen wollen: Charles und James.
James ist ein MaineCoon-Mix-Kater. Er ist ca. 5 Jahre alt.
Charles ist von der Rasse Europäisch Kurzhaar. Er ist ca. 4 Jahre alt.
Beide Kater sind natürlich kastriert, gechippt, entwurmt und aufwändig getestet worden. Beide scheiden Coronaviren aus und sollten deshalb nicht mit Katzen leben, die davon verschont blieben. Menschen können sich mit den Viren nicht anstecken.
James und Charles sind grundsätzlich menschenbezogen und nach kurzer Eingewöhnungszeit verschmust.
James und Charles haben eine enge Männerfreundschaft geschlossen, wobei sich Charles sehr an James orientiert. Charles ist nämlich blind.
Wer damit ein Problem hat, dem können wir gerne den Kontakt zum Frauchen des AGT-Katers Andrea Bocelli herstellen. Dort können Sie erfahren, was dieser Kater leistet und welche Freude er macht. Auch er lebt mit einem sehenden Kater zusammen.
Wir suchen ein Zuhause in einer rauchfreien Wohnung, vielleicht mit gesichertem Balkon. Freigang sollten die Beiden nicht bekommen. Kinder sollten den Begriff „Rücksicht“ verinnerlicht haben.

Wenn Sie in sich gegangen sind und sich sagen: Ich will mein Leben mit diesem Katzenpaar bereichern, dann wenden Sie sich bitte an das
Tierheim in Düsseldorf, Rüdigerstr. 1,
T (02 11)  65 18 50

18.3.17

Freigang: Freuden und Gefahren

Es wird Frühling - auch wenn es im Moment im Rheinland eher regnerisch ist. Aber nicht lange und die Katzenwelt wird verstärkt nach draußen drängen. Und dann stellt sie sich wieder, die Frage des Freigangs.
Manche Samtpfote, sitzt miauend drinnen vor der Wohnungstür oder wird gar unsauber, wenn sie nicht jeden Tag zur gewohnten Zeit nach draußen darf. Es gibt Tiere, die sind in der Wohnung nicht glücklich. Sie brauchen die Freiheit, zu kommen und zu gehen. Sie wollen sich auspowern, wollen jagen – draußen. Und kein Spielzeug und kein Klickertraining genügt ihnen als Ersatz. Aber es gibt auch diejenigen, die es zufrieden sind, auf dem Balkon in der Sonne zu liegen und die Welt zu betrachten. Das ist oft eine Frage des Alters und der Rasse, aber noch mehr des Aufwachsens und der „Prägung“. Aus einem absoluten Freigänger eine Wohnungskatze zu machen, ist kaum möglich. Umgekehrt ist es einfacher, eine Katze nur in der Wohnung zu halten, wenn sie den Freigang noch nicht kennt. Das heißt aber nicht, dass eine Samtpfote in der Wohnung automatisch glücklich ist: Viel Beschäftigung, Platz und Kratzmöglichkeiten gehören zu einem schönen Katzenleben dazu.

Ich will raus! Foto Sylvia Born

Gerade junge Katzen sind im Spieleifer oder Jagdfieber oft unaufmerksam und werden dabei Opfer von Verkehrsunfällen. Aber selbst im heimischen Garten oder in der Nachbarschaft drohen Gefahren: giftige Pflanzen, nicht abgedeckte Regentonnen, offene Schuppen oder Garagentüren – die Liste ist lang.
Ganz und gar schützen lässt sich keine Samtpfote, die nach draußen drängt. Aber der Halter kann mit ihr trainieren, indem er sie vor dem ersten Freigang im Korb oder auf Arm nach draußen trägt und ihr alle Ein- und Ausgänge zeigt und auch, was ein Auto ist. Die meisten Tiere werden sich vor dem Geräusch und der Bewegung erschrecken und von sich aus ein Revier wählen, in dem es Mäuse, Vögel, Bäume und Sträucher gibt – abseits der Straße. 

15.3.17

Not der Katzen in Kairo: Tierheim schließt

Dieser Beitrag einer engagierten deutschen Tierschützerin, die seit Jahren in in Ägypten arbeitet, macht nachdenklich und betroffen. Überall, wo es politische Umstürze, Elend und Leid für Menschen gibt, leiden auch die Tiere.  Wer helfen kann und möchte, wendet sich bitte an Viviane Krämer,  http://www.emaurescue.org/

Die Zeiten für die Tiere in Kairo werden noch härter. Durch die schwierige Situation in Ägypten, den Niedergang des Ägyptischen Pfundes und die bittere Armut vieler Menschen können sich viele kaum mehr ernähren. Nun ist das eingetreten, was ich befürchtet habe. EMRO, neben ESMA das bekannteste Tierheim in Kairo, spezialisiert auf Katzen und seit 2004 geöffnet für heimatlose Seelen, wird am 1. Mai 2017 schließen. Die Zukunft der jetzt noch ca 40 Tiere im Tierheim und der zahllosen Katzen, die draußen versorgt werden, ist ungewiss. Ich bin sehr traurig und verzweifelt. Durch EMRO bin ich nach Kairo gekommen und auf das Schicksal der Tiere aufmerksam geworden. Meine beiden Ägyptischen Maus habe ich von EMRO und viele eurer Katzen aus Ägypten haben zunächst bei EMRO Station gemacht, wo sie ärztlich behandelt, geimpft, gechipt und beherbergt wurden. EMRO hat schon seit Monaten keine Katzen mehr aufgenommen und so viele wie möglich vermittelt, auch innerhalb Kairos, wovon ich, wie ihr wisst, wenig halte. Die verbliebenen Tiere harren einer ungewissen Zukunft. Einige haben ihr gesamtes Leben bei EMRO verbracht, andere sind halbblind oder haben andere Behinderungen. Ich bin seit 2009 Adoptionshelferin für EMRO Katzen und fühle, dass ich kläglich versagt habe. Zehn Katzen werden noch für Europa vorbereitet, darunter vier mit Handikap. Nur eine dieser Katzen hat bislang ein Zuhause in Aussicht. Was wird, wenn die Tiere EMRO verlassen müssen, weiß niemand. Ich versuche, so viele wie möglich in Sicherheit zu bringen. Ob ich das schaffe, steht in den Sternen. Ich hoffe für und bange um all die wunderbaren EMRO Katzen.

6.3.17

Neue Nahrungsergänzungsmittel von FeelGood für Tiere

13 neue Produkte für Hund und Katze auf den Markt gekommen: von www.feelgood-shop.com
Es gibt Nahrungsergänzung für die Nerven, für Senioren, den Darm, die Gelenke, allgemeine Vitalität , etc.

Der Hersteller wirbt mit einhundert Prozent natürlichen Inhaltsstoffen und Produkten in Pulverform, die sich leicht unter das Futter mischen lassen.
Wir werden testen und berichten.

4.3.17

Rheinisch-Bergische Tiertherapeuten gegründet


Wir tun uns zusammen, weil wir denken,dass wir gemeinsam mehr erreichen können. Eine Gruppe von Kollegen hat gerade die Rheinisch - Bergische Tiertherapeuten gegründet. Wir sind bislang: Tierheilpraktiker, Hundetrainer, Tierpsychologen. Und wir planen, uns und unsere Arbeit einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen. Am 15. Oktober wollen wir eine "Hausmesse" in Haan veranstalten und über Themen rund um das Tier informieren. Zusammen mit anderen Tierschützern und Tierexperten möchten wir aufklären und Tierfreunde bei Problemen unterstützen. Mehr Infos gibt es bald hier und bei den Kollegen.

27.2.17

Keine Massentötungen vor dem ESC in der Ukraine ?

     
Kiew, 27. Februar 2017 – Die Stiftung VIER PFOTEN hat mit dem ukrainischen Ministerium für Ökologie und Naturressourcen in Kiew eine Absichtserklärung zum Schutz der Streunertiere in der Ukraine unterzeichnet. Medienberichten zufolge befürchten Tierschützer,  dass es im Vorfeld des European Song Contests in Kiew zu Massentötungen von Streunern kommen könnte 
Gegenüber VIER PFOTEN haben Vertreter der Behörde für Ökologie der Stadt Kiew jedoch versichert, dass keine offiziellen Tötungsaktionen in Kiew vor, während und nach dem ESC stattfinden werden. Im Gegenteil: Das Ministerium will gemeinsam mit VIER PFOTEN ein Streunerhilfe-Projekt in der Ukraine starten. Insgesamt 2 000 Hunde sollen im Laufe des Jahres eingefangen, kastriert und gegen Tollwut geimpft werden. Parallel startet VIER PFOTEN ein Aufklärungsprogramm, um die Bevölkerung über den humanen Umgang mit Streunerhunden und -katzen zu informieren. Die Stiftung unterstützt das Ministerium außerdem bei der Verbesserung der Gesetze zum Schutz von Streunern.
Keine Massentötungen in Kiew
In Kiew gibt es mit 2 600 Streunerhunden aktuell verhältnismäßig wenige heimatlose Tiere (2). Dies ist auf die grausamen Tötungsaktionen im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2012 zurückzuführen, bei denen tausende Streuner ums Leben kamen. Dank VIER PFOTEN wurden die offiziellen Tötungen damals nach intensiven Verhandlungen gestoppt. Seitdem hat VIER PFOTEN in Kooperation mit der ukrainischen Regierung über 15 000 Streunerhunde im Land kastriert.
Rüdiger Jürgensen, Geschäftsleiter von VIER PFOTEN Deutschland:
„Die Massentötungen von 2012 werden sich in diesem Jahr zum Glück nicht wiederholen. VIER PFOTEN freut sich, dass die ukrainische Regierung künftig Streunertiere schützen wird.“
Ostap M. Semerak, Minister für Ökologie und Naturressourcen:
„Die Kooperation mit VIER PFOTEN ist uns sehr wichtig, weil die Organisation eine wesentliche Rolle spielt, wenn es um die Behandlung und Populationskontrolle von Streunerhunden geht. Wir dürfen keinesfalls vergessen, dass der humane Umgang mit Tieren, besonders Streunern, schon immer ein Markenzeichen zivilisierter Gesellschaften war.“

Quelle: Vier Pfoten

2.2.17

Vor dem Tod gerettet und neue Liebe gefunden

Diese beiden hier, das sind meine Patenkatze Felicia und ihre neue große Liebe Jamie.

Felicia konnte, wie viele andere, dank einer monatlichen Patenschaft aus der Tötungsstation geholt werden und hat im Tierheim von Ayandena ihren neuen Freund Jamie kennengelernt.

Die beiden möchten zusammen bleiben - für immer!

Kann ihnen denn niemand einen Platz auf dem Sofa und im Herzen anbieten?


Kontakt: https://www.facebook.com/Ayandena.deutscheSeite/

1.2.17

Tierschutzbund zur Dokusoap über Zoo Zajac auf SAT1

Anlässlich des Sendestarts der Sat.1 Dokusoap "Norberts Zoo" (1. Februar 2017), die den Zuschauern Einblicke hinter die Kulissen der Duisburger Zoohandlung "Zoo Zajac" bieten will, kommentiert Marius Tünte, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbundes:

„Mit seinem Zoogeschäft verfolgt Norbert Zajac ein fragwürdiges Konzept: exotische Tiere bietet er quasi für Jedermann zum Kauf an: Groß werdende Reptilienarten, wie Spornschildkröten, Tigerpythons oder Bindenwarane, die sich bereits zu Hauf in Auffangstationen finden. Störe, die über zwei Meter lang werden können, Tiere mit besonderen Haltungsansprüchen, wie Erdmännchen, Weißbüscheläffchen oder Gürteltiere. So genannte Hybridzuchten, bei denen Wildkatzen mit Hauskatzen verpaart werden, was zahlreiche Probleme mit sich bringt. Zajacs Tierhandlung mit „Erlebnischarakter“ weckt Begehrlichkeiten und gibt einigen Menschen das Gefühl, außergewöhnliche Tiere einfach im Wohnzimmer halten zu können – ein fataler Irrtum, denn die Tiere haben hohe Ansprüche an Haltung, Ernährung und Klima. Viele dieser exotischen Tiere vegetieren dann später in tierschutzwidrigen Haltungseinrichtungen, in Wohn- oder Kinderzimmern dahin. Zudem ist der Handel mit exotischen Tieren oftmals mit Artenschutzproblemen verbunden – bei vielen Tieren bleibt die Herkunft unklar, zahlreiche Wildfänge befinden sich im Angebot.“

Ebenso kritisiert der Deutsche Tierschutzbund den Verkauf von Hundewelpen, den Zoo Zajac vor ein paar Jahren wieder eingeführt hatte, obwohl sich der Rest des deutschen Zoofachhandels vom Verkauf von Hundewelpen distanziert.

„Ein Tier ist keine Ware, die man einfach in Massen in einem Geschäft verkaufen dürfen sollte. Wer ernsthaft in Erwägung zieht, ein Tier bei sich aufzunehmen, sollte sich zuerst im Tierheim umsehen. Das Zajac-Konzept, bei dem man spielende Hundewelpen in ihren Gehegen beobachten kann, verführt zu Spontankäufen. Durch den hohen Tierbestand in dem Geschäft, rückt der Wert des Einzeltieres in den Hintergrund. Ohne sorgfältige Vorüberlegungen angeschaffte Tiere landen jedoch häufig in Tierheimen, weil ihre Ansprüche oder die entstehenden Kosten letztlich doch höher sind, als zuvor gedacht.“

Hintergrund:
Da diese Zoofachhandlung seit vielen Jahren sowohl bei Tier- als auch Artenschutzverbänden in Kritik steht, hatte der Deutsche Tierschutzbund Sat.1 im Vorfeld aufgefordert, die Ausstrahlung zu überdenken. Die mehr als 740 angeschlossenen Tierschutzvereine des Deutschen Tierschutzbundes mit mehr als 550 Tierheimen leiden unter der Vielzahl an Tieren, die jedes Jahr abgegeben, eingezogen oder ausgesetzt werden. Oftmals ist die Ursache für die Aufgabe eines Tieres, dass das Tier unüberlegt angeschafft wurde.


30.1.17

Wir werden alle alt..

Wenn jemand früher sagt, seine Katze wäre 15 Jahre alt, dann staunten alle Menschen. Heute sind Samtpfotensenioren mit 18 oder 20 Jahren nicht mehr selten. Das macht natürlich die bessere Haltung und Pflege und Gesundheitsvorsorge. Jedenfalls bei manchen Tieren. Viele werden auch entsorgt, nur weil sie alt sind - und nicht einmal krank.

Natürlich verändern sich mit den Jahren auch die Verhaltensweisen der Senioren. Sie sind weniger aktiv, ruhen mehr, brauchen für Vieles länger als früher. Manche werden unflexibler, auch im Denken, andere unleidlich. Aber es gibt auch diejenigen, die eine Art Altersweisheit bekommen. Mancher wilder Streiter wird milder und friedlicher und überlässt die Auseinandersetzungen ums Revier den Jüngeren, wird anhänglicher und sucht nach Nähe.

Es gibt auch Verhaltensveränderungen, die mit körperlichen Problemen einher gehen. Und die kann man früh erkennen und behandeln. Natürlich gibt es degenerative Prozesse, die sich nur aufhalten und verlangsamen, nicht heilen lassen. Aber auch das ist Gewinn von Lebensqualität.


Typische Alterserkankungen bei Katzen sind:

  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Niereninsuffizienz
  • Herzinsuffizienz
  • Hoher Blutdruck
  • Verlust der Sehfähigkeit
  • Verlust des Gehörs
  • Kognitive Dysfunktion
  • Arthrose
  • Diabetes
Manches hängt miteinander zusammen, etwa die Schilddrüsenüberfunktion und die Niereninsuffizienz mit erhöhtem Blutdruck. Und der kann, wenn er nicht behandelt wird, zur Blindheit führen.

Tierhalter, deren Katze zehn Jahre und älter ist, sollten regelmäßig mindestens einmal im Jahr den Tierarzt aufsuchen und ein "geriatrisches Blutbild" machen lassen. Auch dort wird nicht automatisch der Wert für Pankreas-Lipase (PLI) ermittelt, sondern auf Anfrage. 


Viele Wehwehchen lassen sich, frühzeitig erkannt, gut therapieren und Lebensqualität lässt sich verbessern oder erhalten. Man muss es nicht so weit kommen lassen wie die Besitzer von Kater Nicolas.

Er wurde, abgemagert auf 2,8 Kilo, ein Skelett mit Fell, beim Tierarzt zum Einschläfern abgegeben. Aber Nicolas, nur 15 Jahre alt, wollte leben. Und nur hat er, dank des Einschreitens der Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V. ein neues Leben geschenkt bekommen. Seine Bauchspeicheldrüsenerkrankung wird behandelt und er genießt jede Zuwendung, die er bekommen kann.  
     

24.1.17

Landwirte fordern Katzensteuer?

Ja, ist denn heut schon 1. April?

Da staunt man und wundert sich: Die Rheinische Post von heute veröffentlicht in einem Beitrag, dass Landwirte eine Katzensteuer fordern. Hallo? Aber klar, in Zeiten wo über "postfaktisch" geredet wird, sollte einen nichts wundern....Und dass ausgerechnet Jäger die Kastrationspflicht fordern.....
 
Hier ein Leserbrief von Christa Becker, 1. Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft für Tiere Rheinland e.V. dazu:
Ausgerechnet ein Landwirtschaftsverband beklagt die Katzenflut auf dem Land! Nach unseren Erfahrungen sind die meisten Bauernhöfe genau die leidproduzierenden Quellen, mit deren Ergebnis wir TierschützerInnen uns herumschlagen müssen. Ich selbst kenne im Rheinland nur einen einzigen Bauernhof, der seine Katzen rigoros kastrieren ließ und sogar auf eigene Kosten. Standard ist, dass wir TierschützerInnen bei den Bauern betteln müssen, ob wir deren Katzen auf unsere Kosten kastrieren dürfen. Und dann müssen wir noch froh sein, wenn wir nicht mit der Mistgrepe vom Hof gejagt werden!
Und nun kommt auch noch der Herr Schmidt daher, und gibt seinen Senf dazu. Er allein könnte mit der Streichung von zwei Wörtern in §13 b des Tierschutzgesetzes, nämlich „bestimmte Gebiete“, die seine Vorgängerin Ilse Aigner da ohne Kenntnis der Realität reingeschrieben hat, anfangen, das Katzenelend mittel- und langfristig beseitigen.
Aber wegen dieser zwei Wörter müssen TierschützerInnen nun in jeder Stadt die Ratsmitglieder überzeugen, die Freigängerkatzen-Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht zu verordnen. In Düsseldorf haben wir dafür 5 Jahre gebraucht, in Essen ging es schneller. Im Kreis Mettmann greifen nur die Städte Wülfrath und Erkrath den TierschützerInnen unter die Arme, indem Sie die Kastrationspflicht verordnet haben.
Dabei kostet die Verordnung die Städte keinen Cent, im Gegenteil: Wenn sich die Katzenpopulation verringert, verringern sich auch die Kosten, die die Städte für Fundtiere an Tierheime zahlen müssen.
Von den 396 Kommunen in NRW haben das schon über 80 begriffen.
Ach ja, das Totschlagargument mit der bedrohten Vogelwelt wird auch wieder bemüht. Die Wahrheit ist, dass Vogelarten nur deshalb verschwinden, weil die Landwirtschaft immer ödere Landschaften hinterlässt und auf Deibel komm raus Pestizide versprüht.
Und nun kommt auch noch der Herr Schmidt daher, und gibt seinen Senf dazu. Er allein könnte mit der Streichung von zwei Wörtern in §13 b des Tierschutzgesetzes, nämlich „bestimmte Gebiete“, die seine Vorgängerin Ilse Aigner da ohne Kenntnis der Realität reingeschrieben hat, anfangen, das Katzenelend mittel- und langfristig beseitigen.Aber wegen dieser zwei Wörter müssen TierschützerInnen nun in jeder Stadt die Ratsmitglieder überzeugen, die Freigängerkatzen-Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht zu verordnen. In Düsseldorf haben wir dafür 5 Jahre gebraucht, in Essen ging es schneller. Im Kreis Mettmann greifen nur die Städte Wülfrath und Erkrath den TierschützerInnen unter die Arme, indem Sie die Kastrationspflicht verordnet haben.Dabei kostet die Verordnung die Städte keinen Cent, im Gegenteil: Wenn sich die Katzenpopulation verringert, verringern sich auch die Kosten, die die Städte für Fundtiere an Tierheime zahlen müssen.Von den 396 Kommunen in NRW haben das schon über 80 begriffen.Ach ja, das Totschlagargument mit der bedrohten Vogelwelt wird auch wieder bemüht. Die Wahrheit ist, dass Vogelarten nur deshalb verschwinden, weil die Landwirtschaft immer ödere Landschaften hinterlässt und auf Deibel komm raus Pestizide versprüht.


Tackenberg: Zehn Barfmythen

Die Firma Tackenberg bietet ja Rohfutter für Hunde und Katzen an. Und klärt über "die zehn hartnäckigsten Barf-Mythen auf".
Ob er dem zustimmt, muss jeder für sich entscheiden, aber lesenswert ist es.

17.1.17

Giardien - mit Naturmedizin behandeln, Teil II

Gastbeitrag von Tierheilpraktikerin Kristina Kuhn aus Haan
  
Das führte mich erst einmal zu der Frage: Was sind Giardien überhaupt?
Giardien (Giardia) sind eine Gattung von mikroskopisch kleinen Dünndarm-Parasiten. Sie zählen zu den Protozoen, d.h. sie sind Einzeller. Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl aus. Andere befallene Individuen leiden an ÜbelkeitBauchschmerzen und Durchfall. Die Darmparasiten haben eine birnenförmige Gestalt mit zwei typischen Kernen, die den Anschein eines Augenpaares (in Wirklichkeit Zellkerne mit Erbinformationen) haben. Zur Fortbewegung nutzen Giardien ihre Geißeln

Mit Hilfe ihrer Bauchhaftscheibe sind die Durchfallerreger in der Lage, sich an der Darmwand des Wirts festzusetzen, d. h., sie dringen nicht in das Gewebe ein. Dort vermehren sie sich dann millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut. Zwei Giardien können sich jeweils mit einer schützenden Hülle umgeben und über den Kot ausgeschieden werden. Durch die Hülle sind sie tage- bis wochenlang geschützt, bevor sie vom neuen Wirt über verschmutztes Wasser oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. Die infektiösen Parasiten bleiben in feuchten Böden bis zu sieben Wochen infektiös, in kühlem Wasser (4 °C) bis zu drei Monaten, wobei sie unter optimalen Bedingungen sogar mehrere Monate lebensfähig bleiben können. ( Quelle, Wikipedia)

Wie geht man nun mit so einem Befall von Parasiten im Darm des Hundes um?
Die wichtigste Information an dieser Stelle war für mich, dass es sich hier um Einzeller handelt. Das heißt, Giardien ernähren sich von Kohlehydraten. Um zu verhindern, dass die Tiere sich munter weiter vermehren, stellte ich also erst einmal das Futter um. Ab sofort bekamen ALLE meine Tiere (um bei evtl. Ansteckung die Nahrungsquelle zu eliminieren) nur noch Eiweiß und Gemüse.

Des Weiteren stellte ich eine Kräutermischung für meinen kranken Hund zusammen, die den Tieren das Leben im Darm meines Hundes so unbequem wie möglich machen sollten und sie somit zwingen sollten, den Darm zu verlassen. Das dauerte eine Weile und ich musste im Fall meines Hundes auch noch mit homöopathischen Mitteln unterstützen. 
Natürlich habe ich außerdem den Darm behandelt, das heißt, ich habe ihn entgiftet und das Immunsystem gestärkt. Neue Darmbakterien konnten sich beim Tier ansiedeln und ihre Arbeit aufnehmen.

An der Hygiene habe ich nichts verändert, da mir klar war, dass sich auf Grund der hartnäckigen Überlebensfähigkeiten dieser Tiere  die Räume und Lebensplätze aller Vierbeiner nicht eliminieren lassen. Das war eine gute Entscheidung und hat mir sehr viel Stress genommen.

Mittlerweile ist nicht nur mein Hund giardienfrei (noch evtl. vorhandene Parasiten sind inaktiv) der im Haus vorhandene Tierbestand hat sich auch nicht angesteckt.

Mittlerweile hat sich meine Vorgehensweise bei Giardienbefall herum gesprochen und so konnte ich schon weiteren Tierbesitzern helfen, diese lästigen Mitbewohner los zu werden.

Die Tierheilpraxis Kristina Kuhn
Tel. 02129/37 56 69



16.1.17

Giardien: neue Tierseuche oder Panikmache der Schulmedizin? Teil I


Ein Gastbeitrag von Kristina Kuhn, Tierheilpraktikerin aus Haan

Ich bin seit dreißig Jahren überzeugter und glücklicher Hundehalter. Durch meinen Beruf als Tierheilpraktiker kenne und therapiere ich mit großem Erfolg viele Krankheiten. Vor einigen Jahren nun begegnete mir der Begriff "Giardien" auf der Hundewiese zum ersten Mal. Dort berichtete ein Hundehalter, wie sehr sein Hund unter Durchfall litt und keine Diät half. Der hinzu gerufene Tierarzt stellte dann nach einer Kotuntersuchung fest – diese wurde erst gemacht, nachdem Antibiotika und Co nicht halfen und der Durchfall nicht weichen wollte – das das geliebte Haustier unter einer neuen Form des Parasitenbefalls litt. Kurz gesagt: Der Hund hatte Giardien.

Neben hoch dosierten Medikamenten ging nun der Hygienewahn bei dem betroffenen Besitzer los. Denn im Aufklärungsgespräch wurde ihm mitgeteilt, dass Giardien Parasiten und äußerst schwer zu eliminieren sind. Dafür ist die Infektionsgefahr aber umso größer. Da sei eben Waschen und Putzen was das Zeug hält angesagt.


Giardien und der Hygienewahn

Ab diesem Moment nahm das Elend seinen Lauf. Immer öfter begegnete ich nun Hundebesitzern, mit rissigen, von Wasser und Desinfektionsmittel aufgeweichten Händen und  abgemagerten Hunden, die mit Durchfall zu kämpfen hatten. Die Tierbesitzer berichteten oft, dass sich aus einem schlimmen Durchfall eine chronische Erkrankung entwickelt habe. (Oft sind bei an Giardien erkrankten Hunden nach mehreren chemischen Behandlungen u.a. BauchspeicheldrüsenpProbleme zu beobachten)

Diese Tatsache alleine stimmte mich zwar nachdenklich, aber meistens muss man ja selber erst einmal eine Not durchleiden um das Problem zu erkennen und anzugehen.
Und so kam es, wie es kommen musste: Im August zog unser neuer Mitbewohner, ein kleiner griechischer Asylant auf vier Beinen ein. Und mit ihm jede Menge ungebetener Gäste, auch Parasiten genannt. Diese fühlten sich zwar bei unserem neuen Mitbewohner sehr wohl, waren aber von mir nicht willkommen, da sie  eben den Ruf haben, Krankheiten zu verursachen.

Ich begann also mit der Recherche, um diese neuen ungebetenen Gäste = Giardien kennen zu lernen um sie dann bestmöglich zu eliminieren.


Kristina Kuhn, Die Tierheilpraxis
Tel. 02129/37 56 69
www.die-tierheilpraxis.com