Herzlich willkommen bei den Vierpfotenprofis

Eine neue Katze kommt ins Haus und der Frieden ist dahin? Ihre Samtpfote hält das Sofa für die Toilette? Ich erarbeite mit Ihnen ein Konzept zur Lösung des Problems, etwa bei Unsauberkeit, Markieren, Zerstörungswut, Aggression gegen andere Tiere oder Menschen. Rufen Sie mich an, ich helfe Ihnen gerne. Beratung, die länger dauert als zehn Minuten, ist kostenpflichtig. Preise und Leistungen sehen Sie auf der Seite rechts.

6.12.16

Warum Katzen beliebter sind als Hunde


Paula, anderthalb Jahre alt, sucht ihren Menschen und einen Platz mit Freigang. www.agtiere.de
Dass Katzen die Hunde auf der Beliebtheitsskala weit überholt haben, ist ein Phänomen der letzten Jahre. Der Artikel erklärt sehr schön die Ursachen. Aber er zeigt auch auf, wie wenig viele Leute vom Wesen der Katze verstehen: "Die können sich selbst beschäftigen"?
Das mag für Freigänger ja stimmen, aber für Wohnungskatzen?


 http://ze.tt/kuschelersatz-immer-mehr-singles-haben-haustiere/

14.11.16

Dreibeiniges Katzenmütterchen Speranza hofft auf Rettung


Eine deutsche Tierschützerin reist jedes Jahr für Monate nach Italien. Sie kümmert sich dort auf eigene Kosten um Katzen und deren Elend. Sie bezahlt alle Kastrationen selber, lässt die Tiere medizinisch versorgen und versucht zu vermitteln, was zu vermitteln ist. 


Dieses arme Katzenmütterchen heisst Speranza, ist behindert (von Geburt an dreibeinig) und hat es trotzdem geschafft, ihre Kinder zu bekommen und groß zu ziehen, obwohl sie dafür im Dreck nach Abfällen suchen musste. 


Sie ist mit ihren Kindern notdürftig in Sicherheit gebracht worden, aber es wird wirklich dringend ein Platz gesucht. Wer kann dafür sorgen, dass diese kleine Familie aus der Hölle ins Glück findet? Kontakt: M. Bauner, 0171/4351849

UPDATE 6.12. 2016: Speranza und ein Sohn sind vermittelt. Zwei ihrer Kinder warten noch im Tierheim Würzburg auf nette Menschen.

13.11.16

Die Katze ist aggressiv: Seminar am 26.11. in Langenfeld

Was wir an unseren "Fellnasen" und "Plüschpopos" so lieben, ist ihre Weichheit, ihre Wärme, ihr anschmiegsames Wesen. Und dann gibt es da noch eine ganz andere Seite: Wildheit und Aggression. Das mag ja noch angehen, wenn sich Katzen draußen im Revier duellieren. Aber was, wenn Miezi plötzlich zum Tiger wird und den Menschen attackiert? Und zwar nicht nur mit ein wenig Knabbern an den Händen, sondern mit regelrechten Attacken, die schmerzhaft und gefährlich sind?  Dann steht nicht selten die Frage der Euthanasie im Raum. Denn wer will mit einem völlig unberechenbaren Tier zusammenleben, dass Menschen ernsthaft verletzen kann?


Foto: Verena N/Pixelio
Dieses Thema soll einer der Schwerpunkte im Seminar am 26. 11. in Langenfeld sein. Außerdem geht es um

  • Spielaggression
  • Beuteaggression
  • Abwehraggression
  • Territoriale Aggression  
also um Auseinandersetzungen zwischen Artgenossen.

Außerdem: Aggressiv durch Schmerzen? Wie erkennen und wie reageiren? 

Termin: 26.11. 2016
11-15 Uhr
SGL Langenfeld, Langforter Straße 72, 40764 Langenfeld
Kosten: 15 Euro

Anmeldung: info@escriva.de

9.11.16

Eine große schwarz-weiße Liebe: Moritz und Shiva



Die familiären Umstände von Moritz und Shiva verändern sich, deshalb muss für die beiden ein neues Zuhause gesucht werden. Da die beiden ein Traumpaar sind und nicht ohne einander sein können, sollen sie auch nicht getrennt werden

Shiva wird am 15.7. 5 Jahre alt, sie ist etwas schwerhörig und eine kleine Diva. Sie hat ihren eigen Kopf und weiß was sie möchte, deshalb zeigt sie ihrem Menschen auch genau, wann und wo sie schmusen möchte.
Sie ist sehr neugierig und geht gerne auf Entdeckungsreisen - dabei erkundet sie alle Schränke und auch der Kühlschrank ist nicht vor ihr sicher. Wenn sie nicht mit ihrer Kugelbahn oder anderen Spielzeugen beschäftigt ist, dann liegt sie bei ihrer großen Liebe Moritz





Der prachtvolle Moritz wird bald sechs Jahre alt und liebt Schmuseeinheiten über alles. Er schnurrt auch viel und gerne und mag sogar auf dem Arm getragen werden. Nur fremde Menschen machen ihm etwas Angst. 


Für seine große Liebe Shiva tut er alles und lässt ihr auch kleine Frechheiten großzügig durchgehen. Beide Katzen sind kastriert, geimpft, gechippt und werden privat vermittelt. 






Die Katzen leben derzeit in Wuppertal. Bei Interesse bitte Nachricht an info@escriva.de oder 0202/7379140.




8.11.16

Tierheim Mayen bittet dringend um Hilfe für alte Katzen

Wir im Tierheim haben selbst noch unseren tapferen, um sein Leben kämpfenden Ronaldo und die alte Marlies, deren Besitzer sie einfach im Tierheim sitzen ließen, ohne sich nur einmal zu melden.
Nun sind wir auf eure Hilfe angewiesen.
All diese Notfälle werden sich in den nächsten Wochen und Monaten häufen. Die kalte Jahreszeit ist die Zeit der traurigen, alten Katzen. Heimatlose Katzen, die auf der Suche nach einem warmen Platz und Zuwendung sind.
Pflegestelle zu sein bedeutet, einem Tier die Chance auf ein Zuhause zu geben, was aktuell in großer Not steckt. Diese Katzen benötigen zunächst nur ein warmes Plätzchen, Futter und Zuwendung. Natürlich sollte man nicht voll berufstätig sein, sondern auch Zeit für die Katze opfern können. Aber den alten Tieren macht es auch überhaupt nichts aus, einige Stunden alleine zu sein, sondern sie sehnen sich sogar danach, einige Stunden Ruhe zu haben und einfach nur zu schlafen und vor sich hinzudösen.
Notwendige Tierarztkosten werden natürlich vom Tierschutzverein übernommen.
Sie schenken den Tieren ein warmes Plätzchen, Futter und ganz viel Liebe. Mehr ist es nicht.
Wir würden uns freuen, wenn sich jemand bei uns meldet und einem dieser Notfälle ein Dach über dem Kopf bieten könnte!
Tierheim Mayen, Tel.: 02651-77438

6.11.16

Max wird gemobbt


Max ist ein bildschöner schwarzer Kater und ist fünfeinhalb Jahre alt. Er ist schüchtern, aber wenn er Zutrauen zu Menschen gefunden hat, schmust er gerne und setzt sich auf den Schoß. Er ist ein ruhiger und sensibler Kater, der gerne mit Dingen spielt, die sich bewegen oder denen er hinterher jagen kann. 


Leider ist der sensible Max ein Mobbingopfer. Mit ihm zusammen leben noch andere Katzen und Hunde und damit kommt er nicht klar. Für ihn wird ein Einzelplatz gesucht bei Menschen, die sich ferne und viel mit ihm beschäftigen. Max lebt in Wuppertal. Kontakt: 0202/7379140

29.10.16

Schöne Muska braucht neue Dosenöffner


Diese kesse Lady hier kommt aus Wuppertal und verliert leider ihr Zuhause. Deshalb sucht sie dringend nach einem oder mehreren netten Menschen, die ihr viel Zuwendung geben.
Mein Name ist Muska. Ich bin eine wunderschöne, 12 Jahre, alte grau-braun-schwarze Europäisch- Kurzhaar-Katze.
Ich suche neue Dosenöffner, die viel Zeit für mich haben. Artgenossen oder andere Tiere mag ich nicht, ich bin eine Einzelkatze, und möchte es bleiben. Ich habe nichts gegen Besucher, aber mal ehrlich: Wer will denn noch andere Leute sehen, wenn er mich hat ???
Ich bin fit und temperamentvoll, mein Alter merkt man mir nicht an. Streicheleinheiten und Kuscheln mag ich, aber nur dann, wenn ICH will. Ich krieche gerne unter Bettdecken und in Kleiderschränke. 

Ich liege gerne auf Laptops herum - während des Betriebs natürlich! Bälle, Spielangeln und Laserpointer finde ich toll.

Ich bin zwar eine Wohnungskatze, lasse mir aber gerne am angekippten Fenster den Wind um die Ohren wehen. Apropos Ohren: eine Ohrenmassage ist für mich das größte :-)

Wenn ich Deine Neugier geweckt habe, und Du mich kennen lernen möchtest, dann kontaktiere
Anja unter der Telefonnummer 0176/28950104 (wochentags ab 14:00 Uhr. Gerne auch per Whatsapp) oder schreib ihr eine mail an muskasuchtdich@gmail.com

26.10.16

Sergej und Lionella: Kleines Handicap, große Schmuser

Viele Katzeninteressenten sagen zu uns, dass ihnen die Katze, die sie haben möchten, auf den Schoß springen muss. Aber in den seltensten Fällen tun Katzen das bei Fremden. Dazu gehört schon eine Portion Vertrauen, welches sich Menschen erstmal erarbeiten müssen. Nun aber haben wir zwei Katzen, die springen den Menschen nach kurzer Zeit auf den Schoß: Lionella und Sergej.

Sie möchten auch immer dort sein, wo ihre Menschen sind und laufen ihnen hinterher wie ein Hündchen. Wir wundern uns, dass sie noch nicht angefangen haben zu bellen. Ihr Spieltrieb ist ungebrochen.
Sie sehen, es handelt sich hier um extrem menschenbezogene Katzen. Da sie sich gut verstehen, können sie zusammen vermittelt werden oder einzeln in einen Haushalt, wo sie regelmäßig nicht länger als halbtags alleine gelassen werden müssen.
Denn die Beiden sind auch noch jung: Lionella ist 3 Jahre und Sergej ist 1½ Jahre.
Lionella mag es zwar gebüstet zu werden, aber das wäre nicht unbedingt nötig.


Bei Sergej jedoch sieht es anders aus: Er hat ein Fell wie eine Waldkatze und muss regelmäßig gebürstet werden.
Zur Zeit sieht sein Fell noch ein wenig zerrupft aus, aber wir sind fleißig dran, ihn zu bürsten. Ach ja, fast hätten wir vergessen zu erwähnen, dass Sergej ein Auge verloren hat, außer ihm weiß niemand, wie das passiert ist. Und er selbst möchte darüber nicht sprechen; es ist nun mal so, wie es ist und er ist damit nicht eingeschränkt.
Lionella und Sergej sind kastriert, gechippt und geimpft und auch ansonsten als gesund befunden worden.
Wir suchen nun ein oder zwei – natürlich rauchfreie – Zuhause in einer Wohnung. Wir können uns gut vorstellen, dass sie auch mit Kindern ab Grundschulalter gut zurecht kommen könnten.

Vermittlungsradius: ca. 35 km um Hilden/Rheinland

Kontakt über Katzenpflegestellen-Betreuerin:
Christa Becker, Telefon (0 21 29)3 16 49
oder per eMail an: becker@agtiere.de

24.10.16

Lara - kommunikative Glückskatze braucht Gesprächspartner

Die Kollegen vom Tierschutz Meerbusch bitten um Mithilfe für Lara, eine wunderschöne Glückskätzin, die schon einiges hinter sich hat. 


Ein zartes kommunikatives Glückskätzchen sucht eine neue Bleibe. Lara ist ca. 9 Jahre alt und eine ganz große Schmusetante. Sie plaudert gerne und erzählt dabei aus dem Nähkästchen ihres früheren Lebens. Sie hört aber auch gerne zu, so dass es ein Geben und Nehmen wäre. In Sachen Streicheleinheiten kugelt Lara vor lauter Wonne schnurrend herum und kann gar kein Ende finden. Das feine Kätzchen liebt die frische Luft und würde gerne den Garten vereinnahmen, die Mäuse – so hat sie sich vorgenommen – schwätzt sie in Grund und Boden. Tel.: 0172 267592
Rückfragen bitte an den Tierschutz Meerbusch.
https://www.tierschutzmeerbusch.de/…/katzenvermit…/lara.html

18.10.16

Patenschaften retten Leben

Das ist meine Patenkatze Felicia. Sie konnte gestern als letzte und Nummer 12 aus der Tötung in Sevilla gerettet werden. Dort sitzen noch immer viele Tiere - auch Hunde. Aber mehr kann der Verein Ayandena im Moment nicht aufnehmen. 


Denn retten ist ja nicht alles. Die Tiere müssen versorgt, gefüttert und tierärztlich betreut werden - und das kostet. Sobald der Verein wieder Katzen vermittelt hat, können verlorene Seelen aus der Tötung nachrücken. Und das alles mit ein paar Euro im Monat.

Apropos - bevor hier wieder dumme Kommentare über AUSLANDSTIERSCHUTZ kommen: Ich habe Patenkatzen in Düsseldorf und bei der Katzenhilfe Hoyerswerda e.V. - seit vielen Jahren.

Wer sich dafür interessiert, Ayandena zu helfen, kann sich hier melden https://www.facebook.com/Ayandena.deutscheSeite/

UND: JEDER TIERSCHUTZVEREIN freut sich über Paten, denn das trägt einen erheblichen Teil dazu bei, dass Tieren geholfen werden kann. 

17.10.16

Letztes Seminar 2016: Wenn die Mieze zum Tiger wird - Aggression gegen Menschen und Katzen

Was wir an unseren "Fellnasen" und "Plüschpopos" so lieben, ist ihre Weichheit, ihre Wärme, ihr anschmiegsames Wesen. Und dann gibt es da noch eine ganz andere Seite: Wildheit und Aggression. Das mag ja noch angehen, wenn sich Katzen draußen im Revier duellieren. Aber was, wenn Miezi plötzlich zum Tiger wird und den Menschen attackiert? Und zwar nicht nur mit ein wenig Knabbern an den Händen, sondern mit regelrechten Attacken, die schmerzhaft und gefährlich sind?  Dann steht nicht selten die Frage der Euthanasie im Raum. Denn wer will mit einem völlig unberechenbaren Tier zusammenleben, dass Menschen ernsthaft verletzen kann?

Foto: Verena N/Pixelio
Dieses Thema soll einer der Schwerpunkt im Seminar am 26. 11. in Langenfeld sein. Außerdem geht es um

  • Spielaggression
  • Beuteaggression
  • Abwehraggression
  • Territoriale Aggression  
also um Auseinandersetzungen zwischen Artgenossen.

Termin: 26.11. 2016
11-15 Uhr
SGL Langenfeld, Langforter Straße 72, 40764 Langenfeld
Kosten: 15 Euro

Anmeldung: info@escriva.de

13.10.16

Buchtipp: Detlef Bluhm, Katzen und ihre Frauen

Katzenfans kennen Detlef Bluhm und seine kenntnisreichen Bücher über Katzen: Über ihre Geschichte und den Siegeszug, den sie um die Welt angetreten haben. Diesmal hat sich der Schriftsteller einem Thema zugewendet, das besonders die Kunst- und Katzenfans freuen wird: Katzen und Frauen in der Malerei.

Manches Bild ist bekannt, aber wer wusste schon, dass es bereits im Mittelalter religiöse Darstellungen mit Katzen gibt? Dass die Samtpfoten sogar bei der Verkündigung Mariens anwesend waren?

Bis zur Moderne reicht der Bilder-Bogen, etwa zu Lucian Freuds Mädchen mit Kätzchen.

Es ist spannend zu sehen, in welchen Rollen die Pelzigen auftauchen: Gesellschafterinnen, Freundinnen, Status- und Schmuseobjekte oder auch als geheimnisvolle Wesen. Ein schönes Buch und sicher ein Geschenk für Liebhaber von Malerei und Katzen.

Detlef Bluhm: Katzen und ihre Frauen, insel tb 4455, 12,95€  

11.10.16

Alt und schwarz und chancenlos

Dieser Post könnte ein Jahr alt sein. Oder zwei oder drei oder vier Jahre. Denn die Geschichte wiederholt sich. Alte Tier tun sich schon schwer, vermittelt zu werden. Aber wenn sie dann noch alt und schwatz sind, ist es fast aussichtslos. Denn schon junge schwarze Tiere haben ein Problem. Sei es uralter Aberglaube oder einfach die Tatsache, dass sich natürlich ganz schwarze Tiere ohne Abzeichen ähneln - schwarz als Farbe geht gar nicht.


Und noch einmal: Es gibt keinen so einfachen und direkten Zusammenhang zwischen Fellfarbe und Charakter. Sonst wären alle rothaarigen Menschen garstig und alle Blonden freundlich?

Lisa ist 14 Jahre alt und sucht ein neues Zuhause. Sie ist menschenbezogen und verschmust, möchte jedoch Alleinkatze sein. Selbstverständlich ist sie kastriert, gechippt und entwurmt. Lisa muss täglich eine Tablette nehmen, damit ihre Schilddrüse gut funktioniert. Es fallen dafür monatliche Kosten von ca. 15 Euro an. Wir suchen ein rauchfreies Zuhause für Lisa in einer Wohnung, wo es keine anderen Tiere gibt. Ein Balkon wäre schön, aber keine Bedingung. Lisa befindet sich z.Z. in Langenfeld/Rheinland.

Kontakt über Katzenpflegestellen-Betreuerin: Christa Becker, Telefon (0 21 29) 3 16 49 oder per eMail an becker(at)agtiere.de

10.10.16

Die Angst vor dem "Psychomedikament"


Wie oft ich das höre: Ich will  meine Katze nicht mit Medikamenten vollstopfen. Das kommt immer dann, wenn ich dazu rate, zur UNTERSTÜTZUNG einer Verhaltenstherapie auf Nahrungsergänzung zu setzen. Die kann helfen, damit das Tier überhaupt LERNEN, also unerwünschtes Verhalten verändern kann. Wir reden hier von Angst, Aggression, Unsauberkeit.

Wie oft höre ich den Satz: Liebe ist die beste Medizin. Nein und nochmals nein, das ist sie nicht.
Ruhe, Geduld, Zuwendung, Kontinuität, Toleranz sind bei einer Verhaltenstherapie unerlässlich und stehen außer Frage. Aber eine Katze, deren Verhalten nur darauf ausgerichtet ist, etwas zu meiden, sich zu verkriechen oder eben anzugreifen, wird und kann nicht lernen. Angst blockiert Lernen.

Selbstverständlich helfen Methoden wie Habituation oder Desensibilisierung gegen Ängste - aber sie brauchen Zeit und Wiederholung. Eine Zeit, in der das Tier sich alles andere als wohl fühlt. Warum nicht unterstützen? Sicher im ersten Schritt mit "Anti-Stress-Mitteln". Und in schwierige Fällen auch mit Psychopharmaka. Die können und das ist gut so, ja ohnehin nur von einem Tierarzt verordnet werden. Und sie sind nicht die erste, aber sicher auch keine schlechte Wahl, wenn alles andere keine Fortschritte erbringt.

Oh, da ist es wieder, dieses böse Wort. Das beschwört sofort Vorstellungen von Katzen, die nur noch ruhig gestellt werden und durch die Wohnung taumeln. Was für ein Unsinn. Wollen wir uns von Vorurteilen leiten lassen oder einem Tier helfen? Was wissen wir denn wirklich über diese Mittel? Allen, die sich wirklich interessieren, sei als Lektüre Sabine Schroll empfohlen, "Verhaltensmedizin der Katze".  

Vernünftig eingesetzt und begleitet, kombiniert mit allen nötigen Maßnahmen einer Veränderung des Umfeldes, mit Maßnahmen zur Verhaltensbereicherung, mit Maßnahmen der Veränderung des Besitzerverhaltens und des Katzenverhaltens, kann es sehr wohl großen Sinn machen und gute Erfolge zeigen. Und keines dieser Mittel stellt eine "Dauerlösung" dar. Aber ein wirksames Instrument - das schon.

Und es hat im vollkommen wörtlichen Sinn schon mehr als einer Katze das Leben gerettet.

7.10.16

TASSO: Büroschnauzen – Warum der Vierbeiner im Büro eine gute Idee ist

Vielleicht ist Mini ihre ideale Bürobegleiterin? Mehr Infos unter www.pro-vita-animale.de 

 
Kennen Sie das? Sie sitzen auf der Arbeit vor dem Computer, die Zeit verfliegt, ohne dass Sie es mitbekommen, und nichts klappt so, wie es soll. Vielleicht fehlt die richtige Idee, vielleicht die Konzentration. Und plötzlich ein Trippeln, ein freundlicher Stupser auf den Unterarm. Der Hund fordert Aufmerksamkeit. Und wer kann da schon widerstehen? Ein paar Streicheleinheiten später, zurück am Computer, läuft die Arbeit plötzlich besser. Die Laune hat sich gehoben, die Kreativität ist zurück, und auch mit der Konzentration klappt es wieder. Wir, die Mitarbeiter bei TASSO e.V. kennen diese Wirkung nur zu gut – schließlich dürfen uns unsere Vierbeiner seit jeher zu Arbeit begleiten. Daher sind wir überzeugt: Hunde im Büro sind eine richtig gute Idee. Deswegen wollen wir anlässlich des Welthundetages (10. Oktober 2016) im Oktober mit unserer Aktion „Büroschnauzen“ verstärkt auf dieses Thema aufmerksam machen.

Die tierischen Kollegen sind aber nicht nur in der TASSO-Zentrale in Sulzbach nicht mehr wegzudenken. In viele Büros dürfen die Vierbeiner ihre Menschen mittlerweile begleiten. Und dabei zeigen sie, dass sie nicht nur der beste Freund, sondern auch der beste Arbeitskollege sein können. Studien belegen, dass Hunde im Büro gleich mehrere Vorteilte bieten. Sie fördern die Kommunikation, heben die Stimmung, und beim Streicheln wird Stress abgebaut.

Das weiß auch Mike Ruckelshaus, Leiter Tierschutz Inland bei TASSO. Er wird von seinem 12-jährigen Mischling Sam zur Arbeit begleitet. Mike Ruckelshaus  ist überzeugt, dass es richtig ist, Mitarbeitern zu gestatten, ihren vierbeinigen Liebling mitzubringen. Auch für die Tiere ist das ein Gewinn: „Hunde fühlen sich in der Nähe ihres Menschen am wohlsten, denn Hunde verfügen über ein ausgeprägtes Sozialverhalten und eine besondere Kommunikationsfähigkeit. Sie sind tolle Begleiter und können ein Team gut ergänzen.“ Ruckelshaus würde sich wünschen, dass es in Deutschland weiter verbreitet wäre, Hunde mit zur Arbeit zu bringen. Dann könnten sich auch mehr Berufstätige einen Vierbeiner anschaffen. Und das würde letztlich vielen Tierheimhunden eine Chance auf ein schönes Zuhause eröffnen.

Auch die Kollegen im Büro profitieren von der Anwesenheit des Vierbeiners. „Die positiven Auswirkungen von Hunden auf Menschen sind hinreichend bekannt“, sagt Ruckelshaus. „Unzählige gesundheitsfördernde Effekte der Hundehaltung sind durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt. Beim Spielen mit dem Hund schüttet unser Körper zum Beispiel Glückshormone aus. Außerdem sind Hundehalter seltener krank als Menschen ohne Haustier.“

Natürlich ist es nicht in jedem Job möglich, dass der Hund mit zur Arbeit kommt. Aber oft wäre eine Begleitung denkbar. Dabei müssen aber einige Grundregeln beachtet werden:
  • Der Arbeitsplatz muss hundefreundlich sein: Der Hund darf nicht mit in eine Fabrik, in der es laut und gefährlich ist. Lebensmittel verarbeitende Betriebe sind tabu. Weiterhin sollte nicht zu viel Trubel herrschen. Ein überfülltes Kaufhaus ist zum Beispiel keine gute Umgebung für den Vierbeiner.
  • Kollegen und Vorgesetzte müssen einverstanden sein: Auch wenn ein Kollege ein Problem damit hätte – vielleicht auch bedingt durch eine Allergie – müssen Sie darauf Rücksicht nehmen. 
  • Ein eigener Platz: Ihrem Liebling darf es an nichts fehlen. Dazu gehört ein Rückzugplatz. Weiterhin braucht der Hund auch im Job immer Zugang zu frischem Wasser und regelmäßige Spaziergänge sowie gelegentliche Spielpausen.
  • Natürlich muss sich der Vierbeiner im Büro wohlfühlen: Er sollte keine Angst vor Menschen haben oder Aggressionen zeigen. Ein gewisser Grundgehorsam ist ebenfalls Voraussetzung. Den idealen Begleiter für das Büro zeichnet zudem ein ruhiges und freundliches Gemüt aus. 
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, stehen die Chancen gut, dass Sie bald bestätigten können, was wir TASSO-Mitarbeiter seit mehr als 30 Jahren wissen: Mit einem Hund im Büro macht die Arbeit mehr Spaß!

Kennen Sie das auch? Dann schicken Sie uns doch einfach Ihr liebstes Bürohund-Foto über www.tasso.net/bueroschnauzen. Und wenn Sie sehen möchten, welche Vierbeiner bei TASSO arbeiten, schauen Sie sich doch unser TASSO-Schnauzenbuch an.
 
© Copyright TASSO e.V.

6.10.16

Die leidige Diskussion um den Auslandstierschutz

Eigentlich müsste so ein Post überflüssig sein. Denn es ist völlig schwachsinnig, Grenzen des Elends aufzubauen. Hier in Deutschland helfen wir, aber auf Gran Canaria nicht? Weil unsere deutschen Tiere ärmer dran sind? Sicher nicht. Weil sie ein Vorrecht auf unsere Hilfe haben? Wieso? Weil sie deutsche Tiere sind? Blödsinn!

Seriöse Tierschutzorganisationen übernehmen Tiere aus dem Ausland dann, wenn sie die Unterbringungs- und Betreuungsmöglichkeiten dafür haben, Deshalb wird kein Tier vernachlässigt oder zurückgesetzt, dass sich bereits in ihrer Obhut befindet.  

Dass die Not der Tiere im Süden Europas unendlich viel schlimmer ist, als hier bei uns, bedarf keiner Erwähnung. MÜSSEN wir nicht also zuerst denjenigen helfen, deren Elend am größten ist?
Oder wo soll Hilfe aufhören? In meinem Garten? In meiner Stadt, meinem Bundesland?

In Deutschland gibt es viel Elend und Hilfsbedürftigkeit, bei Menschen und Tieren. Ich kann hier helfen und spenden und mich engagieren und dennoch den Katastrophenopfern auf Haiti helfen - oder den Tieren auf Gran Canaria.  

Wer das eine tut, muss das andere nicht lassen. Diejenigen, die am lautesten schreien, tun meistens gar nichts.

5.10.16

Notfall: Drei Katzen unversorgt

Gestern wurde eine Wohnung in Hilden geräumt. Der Mieter wird für rund ein Jahr nicht zurück kommen. In der Wohnung saßen drei Katzen. Eine ist eine schwarz-weiße Kätzin, vielleicht zwei Jahre und wahrscheinlich trächtig. Eine ist ein schwarzer unkastrierter Kater. Die dritte Katze ist getigert und hat sich versteckt. Wir wissen nicht, ob männlich oder weiblich.
Wir suchen nun dringend Pflegestellen für diese drei Katzen, entweder zusammen oder auch getrennt. Natürlich werden sie Dienstag sofort in eine TA-Praxis vorgestellt und behandelt.
Wir übernehmen die Kosten - aber wohin mit den drei Tieren?
Wer helfen kann, bitte Kontakt aufnehmen unter 02129/31649, www.agtiere.de
Danke

28.9.16

Wer will eigentlich eine neue Katze?

Diese beiden wollen wirklich zusammen bleiben - Basti und Berti. www.agtiere.de


Eine komische Frage? Eine wichtige Frage. Denn oft wird eine neue Vierbeinern angeschafft, damit die bereits vorhandene Samtpfote Gesellschaft hat. Schließlich sind wir Menschen ja berufstätig und uns packt das schlechte Gewissen - weil unser armer Liebling so allein ist. Da wäre doch Gesellschaft ganz nett. Das ist menschlich gedacht und gut gemeint, geht aber oft schief.Ein geliebtes Tier ist verstorben und es bleibt eine riesige Lücke. Außerdem ist da ja noch der verlassene Katzenpartner - und damit der Gesellschaft hat, muss eben wieder eine Artgenossin her. Dann sucht und bemüht sich der Mensch und versucht alles richtig zu machen und holt eine neue Katze dazu. Und dann beginnt der Krieg auf kätzisch.
Also nochmal die Frage: Wer will hier eigentlich eine zweite Mieze? Wirklich die bereits vorhandene? Oder bemänteln wir nur unser schlechtes Gewissen? Wollen wir unseren Schmerz verdrängen, indem wir ein "Ersatzobjekt" anschaffen?  Haben wir uns wirklich in unsere Katze hineinversetzt oder haben wir einfach menschlich gedacht und entschieden?Woran erkennt man, dass eine Katze einen Artgenossen sucht? 
  • Kennt das Tier andere Katzen?
  • Hat es längere Zeit mit einer oder mehreren anderen freundschaftlich zusammen gelebt oder war das ein Nebeneinander?
  • Hat sich das Verhalten verändert? Unruhe, Appetitlosigkeit, Rückzug, Aggression, vermehrtes Vokalisieren?

Nein, nichts von alledem? Warum sollte dann die Katze Sehnsucht nach einer Artgenossin haben? Vielleicht ist sie froh, endlich ihr Reich alleine regieren zu können?

Hier ist gute Beobachtung gefragt und vor allem ist der Mensch gefordert, seine eigene Befindlichkeit zurück zu stellen. Denn nichts ist schlimmer, als zusammen zu zwingen, was nicht zusammen sein will. Vielleicht sind Katzen keine absoluten Einzelgänger. Aber sie sind eines ganz gewiss nicht: Geborene Rudeltiere. Sie können in der Gruppe glücklich sein - oder alleine. Jedes Individuum ist anders und hat es verdient, auch individuell beurteilt und angenommen zu werden. 

Spektrum der Wissenschaft: Wie Katzen die Welt sehen

Katzen wurden als Haustiere gezüchtet und leben schon seit langer Zeit in Gesellschaft des Menschen – man würde also erwarten, dass sie menschliche Signale in gewissem Ausmaß deuten können. Jeder Katzenbesitzer weiß allerdings, dass die Tiere nicht immer ganz so reaktionsfreudig sind, wie wir uns vielleicht wünschen.


Wie das zu erklären ist - unter anderem, zeigt ein hoch interessanter Artikel in dem Magazin Spektrum der Wissenschaft. Lesen lohnt allemal